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Düsseldorf

Holly Herndon & Mat Dryhurst – Starmirror

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf und die KW Institute for Contemporary Art, Berlin freuen sich, gemeinsam eine Ausstellung mit den Künstler:innen und Technolog:innen Holly Herndon (*1980, USA) und Mat Dryhurst (*1984, GB) zu realisieren. Das Duo ist international bekannt für ihre Arbeit an der Schnittstelle von Kunst, Musik, maschinellem Lernen und experimentellen Organisationsformen.

 

Mit »Starmirror« verwandeln sie die Ausstellungsräume der beiden Institutionen in ein Trainingsgelände für die kollaborative Produktion von Kunst und Musik zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro sub schaffen sie eine immersive Klanginstallation, die gleichzeitig als Aufnahme- und Hörumgebung dient. Besucher:innen sind eingeladen, gemeinsam mit lokalen Chören und unter der Leitung eines Vokalensembles an öffentlichen Gesangsaufnahmen teilzunehmen. Diese bilden einen Datensatz, der es den Künstler:innen ermöglicht, einen KI-Chor zu entwickeln. Das speziell für das Projekt konzipierte Liederbuch basiert auf dem Moralitätenspiel »Ordo Virtutum« der Benediktineräbtissin und Universalgelehrten Hildegard von Bingen aus dem 12. Jahrhundert. Darin muss eine Seele zwischen den Kräften des Guten und des Bösen wählen. Die Ausstellung macht KI als kollektiven, menschlich mitgestalteten Prozess erfahrbar und beleuchtet die unsichtbare Rolle technischer Protokolle bei der Gestaltung der uns umgebenden Welt. 

 

Die Ausstellung ist eines von elf ausgewählten Projekten, die die Kulturstiftung des Bundes mit ihrem neuen Programm »Kunst & KI – Fonds für neue künstlerische Perspektiven auf KI und Gesellschaft« fördert.

 

Das Ausstellungsdesign wird von dem Architekturbüro sub konzipiert.

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und den KW Institute for Contemporary Art, Berlin, wo sie vom 31. Oktober 2025 bis zum 18. Januar 2026 zu sehen ist.

 

Eröffnung: 26. Juni 2026, 19 Uhr

Diese Ausstellung endet in
82
Tage
7
Std
34
Min
48
Sek
Termine
Start27.06.2026
Ende11.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00, jeder 1. Mittwoch: 11:00–22:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Kunstsammlung Nordrhein-WestfalenStändehausstraße 1, 40217 Düsseldorf (K21)

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen wurde 1961 gegründet. Sie ist das staatlich geförderte Landesmuseum in Nordrhein-Westfalen, das sich der modernen Kunst seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts widmet. Den Grundstock bildet eine umfangreiche Gruppe von Werken von Paul Klee, die das Land 1960 erworben hatte. Mit diesem Ankauf sollte der von den Nationalsozialisten verfolgte Künstler gewürdigt werden, der 1933 nach knapp dreijähriger Lehre an der Düsseldorfer Kunstakademie entlassen wurde und emigrieren musste. In den Jahren nach der Gründung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen entstand eine international einzigartige Sammlung von Gemälden der historischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts. Schlüsselwerke von bahnbrechenden Künstlern der Moderne wie Henri Matisse, Amedeo Modigliani, Pablo Picasso, Georges Braque, Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, den europäischen Surrealisten sowie wichtigen Vertretern der Nachkriegsmoderne wie Mark Rothko, Kenneth Noland, Jackson Pollock und Andy Warhol wurden von dem Gründungsdirektor Werner Schmalenbach (1962–1990) nach dessen subjektiven Kriterien von Qualität und Einzigartigkeit erworben. Sie repräsentieren beispielhaft den Kanon einer westlichen Moderne, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa etabliert hatte. Seit einigen Jahren befindet sich die Kunstsammlung unter dem Leitgedanken »Rethinking the Museum« in einem Prozess, in dem das Erbe der Sammlung gewürdigt und zugleich das Museum im Zeichen der Vielstimmigkeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit weitergedacht wird. Durch gezielte Erwerbungen wurde seit 2017 der Bestand sowohl um nicht-westliche Positionen der Moderne als auch um bedeutende Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts erweitert und das Ausstellungs- und Bildungsprogramm für wegweisende internationale Stimmen geöffnet. Heute treten im K20 am Grabbeplatz die Bilder von Pablo Picasso mit Skulpturen von Kader Attia in einen Dialog. Gemälde von René Magritte, Max Ernst oder Salvador Dalí begegnen surrealistischen Werken von Künstlern aus dem arabischen Raum wie Hassan El-Telmisani oder Fouad Kamel. Neu erworben wurden Werke von wegweisenden Malerinnen wie Etel Adnan, Helen Frankenthaler, Carmen Herrera, Paula Modersohn-Becker oder Lygia Pape. K21 Das K21 im Ständehaus zeigt aktuelle Entwicklungen im Bereich der internationalen zeitgenössischen Kunst und präsentiert Installationen und multimediale Arbeiten von Cao Fei, Isa Genzken, Zanele Muholi, Thomas Ruff, Tomás Saraceno, Hito Steyerl, Ai Weiwei und vielen anderen. K21 zeigt internationale Gegenwartskunst der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen: Im 2. und 3. Obergeschoss konzentriert sich die Präsentation der Sammlung unter anderem auf Werke von Lutz Bacher, Ai Weiwei, Thomas Schütte, Hans-Peter Feldmann, Marcel Broodthaers, Jef Geys, Margarete Jakschik, Simone Nieweg, Thomas Struth, Wolfgang Tillmans, Ei Arakawa, Cao Fei, sowie Janet Cardiff und George Bures Miller. Rundgang der Internationalen Gegenwartskunst: Der Rundgang folgt keiner vorgegebenen Reihenfolge. Raum für Raum ist die Vielfalt der zeitgenössischen Kunst ab den 1980er-Jahren in unterschiedlichen Konstellationen zu entdecken. Zu den Highlights der neuen Sammlungspräsentation gehört die Rauminstallation »Laundromat« (2016) eine Schenkung des Künstlers und Aktivisten Ai Weiwei an das Museum. Für das zweite Halbjahr 2020 ist die Einrichtung von Räumen mit Werken von Dominique Gonzalez-Foerster und Carsten Nicolai geplant. Die große Installation von Reinhard Mucha (»Das Deutschlandgerät«, 1990) bleibt ebenso wie der Raum mit den Bronze- und Keramikskulpturen von Thomas Schütte erhalten. Im 1. Obergeschoss ist unter anderem das Archiv von Dorothee und Konrad Fischer zu sehen. Dokumente und Werke machen nicht nur die Pionierarbeit der Düsseldorfer Galerie sichtbar, sondern zeigen auch die Arbeitsweise herausragender Künstlerinnen und Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben dem Archiv befindet sich der Salon21. An ausgewählten Terminen finden hier Vorträge, Screenings und Diskussionen statt.