abgeschlossen
Nürnberg

Ibid. 30 Positionen aktueller Malerei

Im Sommer 2026 realisiert die Kunsthalle Nürnberg gemeinsam mit dem Institut für moderne Kunst und dem Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft ein außergewöhnliches Großprojekt: Unter dem Titel »ibid.« vereint die Ausstellung 30 internationale Positionen zeitgenössischer Malerei.

 

Der Titel ibid. – Abkürzung von »ibidem«, lateinisch für »ebenda« – verweist auf einen gemeinsamen Ausgangspunkt: die geteilte Zeit, die die beteiligten Künstler:innen im Rahmen des Marianne-Defet-Malerei-Stipendiums in den vergangenen 15 Jahren im Atelier- und Galeriehaus Defet in Nürnberg verbracht haben. Im Kontakt mit der Stadt, ihren Architekturen, Menschen und Geschichten entstand ein jeweils ganz eigener Austausch, der in den Arbeiten nachhallt. Hieran soll die Ausstellung anknüpfen, die gleichermaßen einen kollektiven Resonanzraum und einen zukunftsweisenden Überblick über malerische Perspektiven der Gegenwart bieten will.

 

Im Jahr 2026 wären Marianne und Hans Friedrich Defet, beide geboren im Jahr 1926, jeweils 100 Jahre alt geworden. Zugleich wird das Marianne-Defet-Malerei-Stipendium im Frühjahr 2026 zum 30. Mal und seit 15 Jahren vergeben. Diese besonderen Jubiläen sind Anlass für eine groß angelegte institutionenübergreifende Ausstellung, zu der alle internationalen Künstler:innen erneut nach Nürnberg eingeladen werden. Die Kooperation der drei Institutionen ermöglicht eine vielfältige Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Malerei, von prozessorientierten und experimentellen Ansätzen über raumbezogene Malerei-Installationen, von performativen und kollaborativen Praktiken bis hin zu gattungsübergreifenden Strategien. Die Ausstellung ibid. versteht sich als Hommage an das engagierte Mäzenatentum von Marianne und Hans Friedrich Defet und zugleich als lebendiges Panorama zukunfts­weisender malerischer Positionen. Gleichzeitig ist es auch eine Möglichkeit, die bereits in den Institutionen gezeigten Künstler:innen erneut nach Nürnberg einzuladen und einen aktualisierten Einblick in ihre Arbeit zu gewähren.

 

Die Kooperation sendet ein starkes Signal: Drei renommierte Institutionen für Gegenwartskunst bündeln ihre Kräfte, um im Sommer 2026 eine lebendige, facettenreiche Ausstellung zu präsentieren, die breite Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird. Dabei verfolgt jedes Haus eine eigene inhaltliche Ausrichtung und setzt individuelle Schwerpunkte. Diese unterschiedlichen Zugänge verstehen wir als ergänzende Perspektiven auf ein gemeinsames Ganzes – als vielfältige Stimmen innerhalb eines kuratierten Gesamtbildes.

 

Teilnehmende Künstler:innen in der Kunsthalle Nürnberg: Mona Ardeleanu, Cornelia Baltes, Liza Dieckwisch, Michael Fanta, Isabelle Fein, Sabrina Fritsch, Henriette Grahnert, Vivian Greven, Toulu Hassani, Sebastian Jung, Aneta Kajzer, Zora Kreuzer, Veit Lautent Kurz, Takeshi Makishima, Monika Michalko, Ulrich Pester, Robert Seidel, Sophia Süßmilch, Fabian Treiber, Uğur Ulusoy und Malte Zenses

Termine
Start04.07.2026
Ende04.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–20:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle Nürnberg
Kunsthalle NürnbergLorenzer Straße 32, 90402 Nürnberg

Seit 2008 ist die Kunsthalle Nürnberg Teil des KunstKulturQuartiers, das mit jährlich über 5.000 Veranstaltungen ein großes Angebot aus den verschiedensten Kultursparten bietet: Ausstellungen mit vielfältigen Vermittlungs­angeboten, Filmreihen und Filmfestivals, Tanztheater und Konzerte aller Musikrichtungen, Projekte zur digitalen Kultur sowie spezifische Angebote für unterschiedliche Altersklassen und Zielgruppen. Vernetzt mit zahlreichen Partnern im In- und Ausland konzentriert sich das Team der Kunsthalle Nürnberg heute mit seinem Programm auf Werküberblicke interessanter junger Künstler­persönlichkeiten und aktuelle Themenausstellungen sowie auf einflussreiche künstlerische Positionen seit den 1960er-Jahren. Als Haus ohne eigene Sammlung kann die Kunsthalle Nürnberg auf aktuelle Fragestellungen und Themen der internationalen Gegenwartskunst flexibel reagieren und hat sich längst zu einem der bedeutendsten Orte für die Präsentation von Gegenwartskunst in Bayern entwickelt. Errichtet wurde das Haus bereits 1913 als Kunst-Ausstellungs-Halle. Das Gebäude wurde zunächst von der regionalen Künstlerschaft als Ausstellungsforum genutzt. Die in die Stadtmauer integrierte Architektur mit ihren acht hellen, geräumigen Oberlichtsälen war immer wieder auch Plattform für verschiedene Wanderausstellungen und Präsentationen internationaler Künstler. Parallel dazu beherbergte das Gebäude in seinen frühen Jahren auch eine städtische Polizeiwache. In den 1930er Jahren diente das Gebäude unter dem Namen Fränkische Galerie den Städtischen Sammlungen zur Präsentation von Ausstellungen regionaler Kunst. Bei den Bombenangriffen auf Nürnberg im Zweiten Weltkrieg im Februar 1945 wurde das Gebäude stark beschädigt, so dass der Ausstellungsbetrieb zunächst eingestellt werden musste.