abgeschlossen
Berlin

»Ich bin keine Keramikerin.« – Linde Burkhardt

Das Bröhan Museum zeigt eine Auswahl des vielseitigen Werks der Künstlerin und Designerin Linde Burkhardt (*1937).

 

Nach einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zürich und einem Malereistudium in Berlin studiert Linde Burkhardt in Hamburg bei Almir Mavignier. In den 1960er Jahren war die Hochschule für bildende Künste in Hamburg eine der interessantesten Kunstschulen Deutschlands. Max Bill, Joseph Beuys, Franz Erhard Walther, Max Bense und Bazon Brock, um nur einige zu nennen, gehörten zu den wichtigen Inspirationsquellen für die junge Künstlerin. Mit dem Konzept der Partizipation des Betrachters und natürlich dem Einfluss der 68er-Bewegung veränderten sich der Kunstbegriff und auch das Kunstverständnis von Linde Burkhardt. Als Malerin entwirft sie Teppiche. Als jemand, der noch nie mit Keramik gearbeitet hat, wagt sie sich an dieses altehrwürdige, ja fast archaische Material der menschlichen Kreativität heran. Für Alessi kombiniert sie Metall und Keramik, indem sie vorgefertigte Metallteile von Alessi-Klassikern mit eigenen Keramikformen zu etwas ganz Neuem kombiniert. Immer haben ihre Objekte einen hohen erzählerischen Wert, weshalb sie auch problemlos zwischen freien Arbeiten und Entwürfen für Designfirmen wechseln kann.

 

Ein Großteil der in der Ausstellung gezeigten Werke geht nach dem Ende der Schau als Schenkung der Künstlerin in den Besitz des Bröhan Museums über.

Termine
Start30.01.2026
Ende18.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Bröhan-Museum
Bröhan-MuseumSchloßstraße 1a, 14059 Berlin

Das Bröhan-Museum ist ein international ausgerichtetes Spezial-und Epochenmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus. Namensgeber des Museums ist der bedeutende Berliner Kunstsammler und Unternehmer Karl H. Bröhan, der seine Privatsammlung anlässlich seines 60. Geburtstages der Stadt Berlin schenkte. Bröhan, der 1965 mit seiner Familie nach Berlin gezogen war, hatte sich zum Sammler und Kenner der bis dahin weitgehend vergessenen Kunstobjekte des Jugendstils ausgebildet. Später erweiterte er seine Sammlung um Kunst der 1920er Jahre. Neben Bildern, insbesondere von Malern der Berliner Secession, sammelte Bröhan vor allem Porzellan bedeutender Manufakturen sowie Glas- und Metallarbeiten des Jugendstils, Art Deco und Funktionalismus. Bereits im Jahre 1973 machte Bröhan in einer Dahlemer Villa seine kontinuierlich wachsende Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Am 14. Oktober 1983 bezog die Sammlung den heutigen Standort mit Räumlichkeiten im spätklassizistischen, zum Charlottenburger Schloss-Ensemble gehörenden ehemaligen Kasernengebäude. Seit 1994 ist das Bröhan-Museum ein Landesmuseum. Bis zu seinem Tod im Jahr 2000 leitete Karl H. Bröhan das Museum und vergrößerte durch vielfältige Neuerwerbungen dessen Bestand. Durch die wissenschaftliche Dokumentation, Bearbeitung und Publikation seiner Sammlung in umfangreichen Bestandskatalogen hat Karl H. Bröhan wesentlich dazu beigetragen, die Kunst der Epoche von 1889 bis 1939 wieder zu entdecken. Für seine Verdienste als Mäzen erhielt er hohe Auszeichnungen, so verlieh ihm beispielsweise das Land Berlin den Titel Professor ehrenhalber. Sammlung Die Sammlung des Bröhan-Museums umfasst Angewandte und Bildende Kunst vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Sie gliedert sich in drei Bereiche: International bedeutend ist die Jugendstil-Sammlung, die einen repräsentativen Überblick über die Kunst dieser Epoche vermittelt. Im Sammlungsbereich Art Deco / Funktionalismus finden sich herausragende Beispiele für die moderne Gestaltung der 1920er und 1930er Jahre, vom exquisiten Einzelstück bis zur seriellen Produktion. Eine umfangreiche Sammlung von Gemälden und Grafiken der Berliner Secession rundet den Bestand ab.