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Bautzen

Ich male, also bin ich – Lutz Jungrichter · Malerei · Plastik

»Pingo, ergo sum« – »Ich male, also bin ich.« Mit diesem Lebensmotto variiert Lutz Jungrichter den berühmten Satz von René Descartes und unterstreicht, wie tief sein künstlerisches Schaffen sein Dasein beeinflusst. Jungrichters künstlerische Entwicklung wurde geprägt durch Begegnungen mit Mentoren wie Harald Metzkes und Rudi Wünsche, aber auch durch den Austausch mit Künstlerfreunden wie Carl Lohse, Horst Bachmann und Sarah Kirsch. Zu einem zentralen Ort seines Schaffens entwickelte sich sein Haus in Rabitz. Dort entstand nicht nur ein Raum für kontinuierliche künstlerische Arbeit, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Gespräche mit Kunstschaffenden und Intellektuellen – ein Ort der Auseinandersetzung, der Inspiration und der Suche nach künstlerischer Wahrhaftigkeit. Vor 1989 engagierte er sich im »Freundeskreis für Kunst und Literatur« in Nadelwitz und war nach der politischen Wende 1990 Gründungsmitglied des Bautzener Kunstvereins e. V., der sich seither als bedeutender Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst etabliert hat.

 

Jungrichters feines Gespür für den Augenblick, Freude am Leben, am Entdecken seiner Umwelt und eine große Liebe zur Kunst zeichnen sein Werk aus. Anlässlich seines 85. Geburtstags präsentiert die Ausstellung einen Querschnitt durch das vielseitige Werk des Bautzener Malers, Grafikers und Bildhauers, dessen Leben und Kunst untrennbar mit der Oberlausitz verbunden sind. Sein Werk ist geprägt von einer tiefen Verbundenheit mit der Natur und den Spuren des Menschen. Die verwendeten, kräftigen Acrylfarben seiner Bilder erzählen von der Schönheit des Gegenwärtigen, von Vergänglichkeit und der Magie des Augenblicks.

 

Die Exposition zeigt eine Auswahl seiner Hauptthemen und präsentiert detaillierte Blicke auf seine Umgebung, panoramaartige Landschaften, Ansichten seiner Heimatstadt, aber auch jener Orte, die Lutz Jungrichter bei seinen Italienreisen besuchte. Hinzu treten weibliche Akte, Stillleben mit symbolträchtigen Objekten und Beobachtungen von Alltagsituationen mit Tieren und Menschen.

 

In seinen Plastiken setzt sich Lutz Jungrichter mit der Darstellung des menschlichen Körpers auseinander – insbesondere mit dem weiblichen Akt. Die teils an antike Motivvorbilder orientierten Figuren sind von expressionistischer Prägung mit reduzierten Formen, die auf eine emotionale Ausdruckskraft zielen und gerade durch ihre Abstraktion eine besondere Intensität ausstrahlen.

 

Die Ausstellung lädt ein, Lutz Jungrichters Schaffen zu entdecken, dessen Werk von Kontinuität, Experimentierfreude und einer tiefen Hingabe an die Kunst geprägt ist.

Diese Ausstellung endet in
17
Tage
20
Std
14
Min
59
Sek
Termine
Start23.05.2026
Ende08.11.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Museum Bautzen
Museum BautzenKornmarkt 1, 02625 Bautzen

Mit 2.400 m² Ausstellungsfläche und einer Sammlung von etwa 400.000 Einzelstücken gehört das Museum Bautzen zu den größten Museen in Sachsen und seit seiner Wiedereröffnung 2009 sicher auch zu den modernsten. Region, Stadt, Kunst mit dem Schauraum Jugendstil – auf drei Etagen wird Geschichte in drei Themenrundgängen präsentiert: Im Erdgeschoss spannt sich der Bogen von den ersten ur- und frühgeschichtlichen Siedlungsspuren in der Region bis zum Alltagsleben im 19. Jahrhundert. Unterbrochen von wertvollen Altarensembles im Kirchenraum und seltenen Kostbarkeiten im Schauraum, zeugen die Räume in der ersten Etage von der ereignisreichen Geschichte der 1000-jährigen Stadt Bautzen. Bedeutende Kunstwerke von der Renaissance bis in die Gegenwart lassen sich im zweiten Obergeschoss bestaunen. Immer wieder laden interaktive Elemente, Hör- und Videostationen in der Ausstellung zum Entdecken, Vertiefen und Ausprobieren ein. Zur Kunstsammlung mit etwa 17.000 Objekten zählen umfangreiche Bestände an Gemälden, Skulpturen, Graphiken, Zeichnungen und Kunsthandwerk. Sie bietet einen Überblick über Ausdrucksformen der deutschen Kunst vom Beginn der Renaissance bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Sammlung dokumentiert neben sakralen Kunstwerken der deutschen Spätgotik die wichtigsten Malerschulen Deutschlands und präsentiert gleichermaßen Werke von Bautzener und Oberlausitzer Künstlern. Zu den Spitzenwerken gehören drei spätgotische Altarensembles, Gemälde unter anderem von Lucas Cranach d. Ä., Carl Gustav Carus, Andreas Achenbach, Franz von Lenbach, Adolf Hölzel, Carl Theodor von Piloty, Max Liebermann, Max Slevogt, Robert Sterl und Otto Dix. Zu den jüngsten Erwerbungen gehören expressionistische Arbeiten von Carl Lohse und eine Skulptur von Wieland Förster, welche die Sammlung um national bedeutende Werkkomplexe bereichern. Das Kunsthandwerk belegen hochwertige Stücke aus Materialen wie Textil, Elfenbein, Fayence, Porzellan, Glas, Zinn oder Gold.

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