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Ahlen

Im Freien. Tina Blau – Eine Impressionistin aus Wien

Meisterhaft fängt sie das Licht ein, wie es durch Wolken bricht. Leicht kräuselt sich das Wasser des Flusses, im Hintergrund steigt Rauch aus Schornsteinen in den Himmel. Tina Blau (1845–1916) gilt zu Recht in Österreich als eine der bedeutendsten Landschaftsmalerinnen ihrer Zeit.

 

Sie zeigte ihre Werke auf Weltausstellungen, war auf internationalen Ausstellungen vertreten und wurde mit Auszeichnungen geehrt. Reisen quer durch Europa schenkten ihr eine Fülle neuer Eindrücke und veränderten ihre Farbpalette. Die Professionalisierung der künstlerischen Ausbildung für Frauen lag ihr besonders am Herzen: Sie lehrte in München und Wien.

 

Das Kunstmuseum Ahlen zeigt in Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern erstmals eine museale Ausstellung von Tina Blau in Deutschland. Es gilt, eine Künstlerin zu entdecken, die in ihrer Zeit einen außergewöhnlichen Weg gegangen ist und sich auf einem für Frauen äußerst schwierigen Terrain mit Expertise und Selbstbewusstsein durchzusetzen wusste.

 

Unseren Ausflug ins 19. Jahrhundert verbinden wir mit einer künstlerischen Intervention von Rosa M. Hessling, deren Lichtarbeiten intensive Seherlebnisse versprechen. Die Künstlerin lässt sich von der Mosellandschaft inspirieren, von Wasserspiegelungen und -reflexionen. Diese Beschäftigung mit der Natur und Lichtphänomenen verbindet sie mit ihrer Kollegin aus Wien. Im Zusammenspiel mit der impressionistischen Malerei von Tina Blau entfaltet sich eine berührende Schönheit – und lässt einmal mehr erkennen, welche Erfahrungsmöglichkeiten die Kunst bereithält.

 

In Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern.

Diese Ausstellung endet in
11
Tage
0
Std
51
Min
4
Sek
Termine
Start12.07.2026
Ende01.11.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch15:00–1800
Donnerstag15:00–1800
Freitag15:00–1800
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstmuseum Ahlen
Kunstmuseum AhlenMuseumsplatz 1 / Weststraße 98, 59227 Ahlen

Das Kunstmuseum Ahlen hat im Jahr 2006 die ersten Schritte zum Aufbau einer eigenen Sammlung gemacht. Seitdem wird die Sammlung sowohl mit den Neuerwerbungen der Theodor F. Leifeld-Stiftung und des Förderkreises des Kunstmuseums Ahlen e.V. als auch mit Schenkungen und Dauerleihgaben privater und öffentlicher Einrichtungen kontinuierlich unterstützt. Thematisch ist die Sammlung eng mit der Ausstellungszielsetzung des Hauses verbunden. Als Resultat daraus entstand eine Sammlung mit ca. 1500 Exponaten von mehr als 200 Künstler:innen, die sich in die Kategorien der frühen klassischen Moderne, der konstruktiv-konkreten Kunst und der zeitgenössischen Kunst unterteilen lassen. In allen Bereichen ist dem Licht als Thema und Gestaltungselement besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Entwicklung vom Spätimpressionismus mit pointilistischem und luministischem Anteil bis hin zum Expressionismus wird im ersten Sammlungszweig deutlich. Die frühsten Gemälde der Sammlung stammen von Auguste Renoir, Christian Rohlfs, Emil Nolde und Erich Heckel, dicht gefolgt zum einem von den Werken der rheinischen Expressionisten wie Walter Ophey, Wilhelm Wieger, Heinrich Campendonk und Heinrich Nauen, zum anderen von den Westfälischen Expressionisten wie Peter August Böckstiegel oder auch Hermann Stenner. Der zweite Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem konstruktiv-konkreten Kunstschaffen, das besonders nach dem 2. Weltkrieg deutschlandweit starken Aufschwung erfuhr. Dazu zählen zum einem u.a. Werke von Fritz Winter und Heinrich Siepmann und zum anderen die reduzierten Arbeiten von Leo Erb, Klaus Staudt oder auch Imi Knoebel. Die Künstler der Gruppe ZERO wie Heinz Mack, Adolf Luther und Günther Uecker sind ebenso in der Sammlung vertreten wie Eduard Micus und Erwin Bechtold. Aus den vergangenen Wechselausstellungen erwuchs die dritte Säule der Sammlung. Die zeitgenössischen Positionen u.a. von Susanne Lyner, Margret Eicher, Bernd Damke, Jobst Tilmann und Christoph Dahlhausen verdeutlichen unsere Ausstellungstätigkeit der letzten 25 Jahre. Auch die enge Kooperation mit dem Totalkünstler Timm Ulrichs setzt mit einem umfassenden Konvolut einen besonderen Akzent in unserer Sammlung. Mit der Übernahme des Nachlasses von Andreas Horlitz konnten im Jahr 2016 seine wichtigen Leuchtkästen, Glas- und Spiegelarbeiten in die Sammlung integriert werden.

Ausstellungskatalog