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Duisburg

Im goldenen Schein – Japanische Tradition trifft westliche Moderne

Die Ausstellung »Im goldenen Schein« beleuchtet die faszinierende Begegnung zwischen der japanischen Tradition und der westlichen Moderne, die in der Kunstgeschichte immer wieder neue Formen des Dialogs und der Transformation hervorgebracht hat. Im Zentrum stehen die Kunstwerke, die diese beiden Welten miteinander vereinen – in einer spannungsgeladenen und zugleich harmonischen Wechselwirkung.

 

Der »goldene Schein«, der der Ausstellung ihren Titel verleiht, symbolisiert sowohl den Glanz der traditionellen japanischen Kunstformen, die durch die Verwendung von Gold und intensiven Symbolismen tief in spirituellen und kulturellen Bedeutungen verwurzelt sind, als auch das moderne Streben nach Innovation, Freiheit und individueller Ausdruckskraft im westlichen Kontext. Diese Kunstwerke verweben das Erbe der Vergangenheit mit der Dynamik der Gegenwart, indem sie die tief verwurzelte Ästhetik der japanischen Paravents, Kalligraphie und Ikonographie in den Dialog mit der westlichen Konzeptkunst, Abstraktion und Skulptur treten lassen.

 

Die Verschmelzung von Tradition und Moderne, die in dieser Ausstellung zum Leben erweckt wird, spiegelt nicht nur den künstlerischen Austausch zwischen Ost und West wider, sondern auch eine philosophische Auseinandersetzung mit der Zeit, dem Licht und der materiellen Präsenz von Gold als kulturelles Symbol. Hier wird Gold nicht nur als Material, sondern als Konzept verstanden, das die unterschiedlichen Welten miteinander verbindet und die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlägt.

 

»Im goldenen Schein« ist somit eine meditative Reflexion über die universelle Sprache der Kunst, die Grenzen überschreitet, um zu einem Dialog zu werden, der uns die Möglichkeiten einer kulturellen Synthese und eines wechselseitigen Lernens aufzeigt.

Diese Ausstellung endet in
122
Tage
11
Std
29
Min
18
Sek
Termine
Start01.03.2026
Ende21.02.2027
Öffnungszeiten
Montagnach Vereinbarung
Dienstagnach Vereinbarung
Mittwoch10:00–16:00 nach Voranmeldung
Donnerstagnach Vereinbarung
Freitagnach Vereinbarung
Samstagnach Vereinbarung
Sonntagnach Vereinbarung
Veranstaltungsort
Museum DKM
Museum DKM Güntherstraße 13–15, 47051 Duisburg

Das Museum DKM liegt im Zentrum der Duisburger Innen­stadt zwischen Kant­park mit dem Lehmbruck Museum und Haupt­bahnhof. Die Archi­tek­tur des Museum dient in nobler Zurück­haltung der Aus­stellung der Kunst. Drei Bau­körper er­strecken sich über fünf Ebenen und um­fassen 2.700 m² oder 51 Räume. Aus den Räumen des Neubaus bieten sich inszenierte Aus­blicke in Außen­bereiche. Das Foyer mit Museums­café lädt zum Aus­ruhen und Er­frischen ein. Die Sammlung DKM vereint fünf weit auseinander liegende Bereiche: einerseits zeitgenössische Kunst seit den 60er Jahren des 20. Jh., andererseits bis über 2.000 Jahre alte sowie aktuelle Kunst aus Südostasien, ferner Kunst aus Alt-Ägypten, wovon allerdings nur wenige Stücke gezeigt werden (der größte Teil befindet sich als Dauerleihgabe im Antikenmuseum Basel), zudem Gefäße aus 5.000 Jahren Kulturgeschichte bis in die Gegenwart (W. Wagenfeld) und schließlich klassische sowie zeitgenössische Fotografie. Das Untergeschoß im Altbau beherbergt Statuen, Büsten und Köpfe aus Stein und Marmor, darunter einen einzigartigen monumentalen Buddha-Kopf, ferner einen Begräbniszug mit 53 Figuren, weitere Reiter- und Kriegergruppen, Tiere und Gefäße aus bemalter Terrakotta aus den chinesischen Dynastien Han, Nördliche Wei, Nördliche Qi, Sui, Tang (206 v.u.Z.–907 n.u.Z.). Zudem sind chinesische Ahnenbilder, Gelehrtensteine, Möbel und Porzellan vom 10.–19. Jh. zu sehen. Eine Klanginstallation mit Fotografien auf Rollbildern versetzt den Besucher in Straßenszenen einer chinesischen Stadt. Ein Raum ist japanischer Kunst des 12.–19. Jh. gewidmet. Die sechs Räume im Erdgeschoß des Hoftraktes (Altbau) sind für Wechselausstellungen vorgesehen, während die übrigen Bereiche als Dauerausstellung konzipiert sind. Die acht Räume im Neubau nehmen u.a. Werke von Raimund Kummer (DE), Kyungwoo Chun (KR), Song Dong (CN), Bernd Minich (DE), Ulrich Rückriem (DE), Blinky Palermo (DE) und Ernst Hermanns (DE) auf, darunter dessen saalgroßen »Düsseldorfer Raum«. In einem der Räume werden Torsi und Buddha-Köpfe des 17./18. Jh. aus Thailand (Ayutthaya) präsentiert. Mehrere dieser Räume bieten inszenierte Ausblicke in fernöstlich anmutende Innenhöfe. In den Obergeschossen 1 und 2 (Altbau) sind Werke von nicht weniger als 42 zeitgenössischen Künstlern ausgestellt. Charakteristikum der Präsentation ist es, dass einerseits Künstlerräume geschaffen wurden und dass der Besucher andererseits einigen Künstlern mehrfach im Haus begegnet. Im Obergeschoß 3 , erreichbar über das hintere Treppenhaus, finden sich Statuen und Reliefs des 1.–4. Jh. aus Gandhāra (Afghanistan, Pakistan), einem Schmelztiegel von hellenistischer und buddhistischer Kultur, an der alten Seidenstraße.

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