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Düsseldorf

Immen­dorff

Jörg Immendorff (1945–2007) wurde Ende des 20. Jahrhunderts weltweit als einer der bedeutendsten deutschen Künstler:innen seiner Generation gefeiert. Als berüchtigter »Malerfürst« pflegte er ein hartes Image und führte einen kontroversen Lebensstil. Umso überraschender ist es, dass die für Herbst 2026 im Kunstpalast geplante Ausstellung die erste umfassende Retrospektive in Düsseldorf ist, wo Immendorff jahrzehntelang studierte, lehrte und arbeitete.

 

Das von dem Nachlass des Künstlers unterstützte Projekt wird alle Phasen seines Schaffens beleuchten, von den Anfängen an der Kunstakademie bis zu den letzten Werken in dem hiesigen Atelier.

Die rund 100 ausgestellten Exponate umfassen großformatige Gemäldeserien, Holz- und Bronzeskulpturen sowie noch nie gezeigte Zeichnungen und Archivmaterial. Neben der Bandbreite seines kreativen Wirkens beleuchtet die Präsentation Immendorffs beharrliche Hinterfragung der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft. Die simultane Konfrontation mit gesellschaftlich drängenden politischen Kontexten steht ebenso im Fokus wie die Widersprüche seiner eigenen Person.

Diese Ausstellung endet in
89
Tage
2
Std
18
Min
34
Sek
Termine
Start25.09.2026
Ende10.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–21:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstpalast
KunstpalastEhrenhof 4–5, 40479 Düsseldorf

Als Kunstmuseum der Stadt blickt der Kunstpalast auf eine vielseitige, über 300-jährige Tradition zurück. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wird in Düsseldorf der Verein zur Errichtung einer Gemäldegalerie gegründet. Seine Mitglieder – Bürger, Unternehmer und Künstler – erklären eine städtische Galerie zur »eigentlichen Lebensfrage Düsseldorfs«. Der Erfolg der Initiative zeigt sich 50 Jahre später: 1913 wird das Kunstmuseum Realität. Der erste Direktor Karl Koetschau setzt sich zum Ziel, möglichst vielen Düsseldorfern Kunst näherzubringen. Der Kunstpalast versteht sich aus seiner Geschichte heraus als Bürgermuseum, das alle Menschen seiner Stadt anspricht und sie willkommen heißt. Düsseldorfs lebendige Kunstszene lebt von der Kunstakademie. Die Gründung des Kunstpalasts geht auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Akademie und den kunstinteressierten Bürgern der Stadt zurück. Seit 1932 befindet sich die Sammlung der Akademie im Ehrenhof. Die Bestände setzen sich aus der Graphischen Sammlung und Teilen der 1710 begründeten Gemäldegalerie des Kurfürsten Jan Wellem zusammen. Von Rubens über Richter bis zu Rasierapparaten. So weit wie in kaum einem anderen Haus in Deutschland reicht das Spektrum über 100.000 Objekte umfassenden Sammlung. Der Kunstpalast vereint fast alle künstlerischen Gattungen und eine Vielzahl von Epochen. Der Besucher kann sich mitnehmen lassen auf eine Reise durch die internationale Kunstgeschichte, angefangen bei Gemälden, Skulpturen und Graphik aus Mittelalter und Neuzeit über Klassiker der Moderne hin zu Gegenwartskunst. Angewandte Kunst und Design sowie die einzigartige Glassammlung erweitern das Spektrum der Sammlung. Positionen von Künstlern aller Kontinente mit Schwerpunkten in der japanischen und islamischen Kunst bieten eine Vielfalt, die ihrer Gleichen sucht.