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Koblenz

Jean-Marc Bustamante – A wall with a view

Jean-Marc Bustamante gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Frankreichs und ist international in renommierten Museen vertreten. Seine enge Verbindung zur deutschen Kunstlandschaft prägte entscheidend seine Karriere: 1987, 1992 und 1997 nahm er an der documenta in Kassel teil, 1990 war er Artist in Residence im Haus Lange in Krefeld. Weitere Einzelausstellungen zeigte er 1994 im Museum Wolfsburg (A World at a Time) und 2002 in den Deichtorhallen Hamburg. Von 2009 bis 2015 leitete Bustamante die Klasse für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München.

 

Obwohl Jean-Marc Bustamante häufig als Maler wahrgenommen wird, erweist er sich vielmehr als konsequenter Grenzgänger, der die Grenzen gängiger Kategorien beständig hinterfragt und verschiebt. Überwindungen vollzieht er sowohl in der Technik, die das Skripturale wie das Digitale einbezieht, in der Verabschiedung von der Leinwand im Gegenzug zu Plexiglas, Stahl und Gips, zu geöffneten Bildflächen ebenso wie hermetischen Wandflächen. Im Kontext des Ludwig Museums, das sich unter anderem zeitgenössischer französischer Kunst widmet, fügt sich Jean-Marc Bustamante aufgrund seiner langjährigen Beziehungen zur deutschen Museumslandschaft besonders ein. In Zusammenarbeit mit ihm entsteht ein Querschnitt seines nahezu fünfzigjährigen Schaffens, der bewusst keine Retrospektive ist, sondern zentrale künstlerische Entwicklungen und seine konzeptionellen Eckpunkte in den Fokus stellt.

 

Die Ausstellung gliedert sich in eine umfangreiche Präsentation seines fotografischen Werkes sowie einer Rauminstallation, die multimedial angelegt ist.

Diese Ausstellung beginnt in
24
Tage
0
Std
54
Min
57
Sek
Termine
Start15.11.2026
Ende31.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:30–17:00
Mittwoch10:30–17:00
Donnerstag10:30–17:00
Freitag10:30–17:00
Samstag10:30–17:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Ludwig Museum
Ludwig MuseumEsther-Bejarano-Straße 1, 56068 Koblenz

Das Ludwig Museum wurde bereits durch die Gründungskommission als zeitgenössisches Museum konzipiert. Dabei bildeten aktuelle Positionen der französischen, amerikanischen und deutschen Kunst nach 1945, die von Peter und Irene Ludwig dem Museum anlässlich seiner Gründung 1992 überlassen wurden, den Grundkern der Sammlung. Neben Pablo Picasso, Max Ernst, und Man Ray finden sich u.a. Werke von Jasper Johns, Willem de Kooning, Robert Rauschenberg, Christian Boltanski, Daniel Buren, Jean Dubuffet, Martial Raysse, Niki de Saint Phalle, Jean Tinguely, François Morellet, Patrick Raynaud oder Bernar Venet im Bestand. Kontinuierliche Erweiterungen der Sammlung, unter anderem auch durch Schenkungen, bereichern diesen Sammlungsbestand. Die Ausrichtung des Museums auf französische Kunst des 20. Jahrhunderts, vornehmlich die Entwicklungen nach 1945 bis hin zu aktuellen Positionen, ist in Deutschland einmalig. Die Sammlung Ludwig und wechselnde Ausstellungen beleben sich durch einen gegenseitig fruchtbaren Dialog, der Bezüge schafft und erweitert. Das Ludwig Museum arbeitet nicht nur eng mit zahlreichen Institutionen und Museen in Frankreich zusammen, häufig mit Unterstützung der Französischen Botschaft und der Association Française d’Action Artistique (AFAA), sondern pflegt ebenso enge Verbindungen zu amerikanischen Künstler:innen und Institutionen, nach Südeuropa, aber auch zum Vorderen Orient, den Vereinigten Emiraten und nach China. Dabei lautet die Intention, völkerübergreifend relevante Positionen der Kunst zu zeigen und zu fördern. Es gilt dabei nicht nur Altbekanntes und Etabliertes zu präsentieren, sondern auch unbekannte Positionen von hoher Qualität neu vorzustellen. Das Museum setzt sich dabei gerne das Ziel, gelegentlich Vorreiter und Vordenker im Dialog der deutschen Museumslandschaft zu sein.

Weiterführende Literatur