Julia Miorin ist Künstlerin und Bildhauerin. 2024 hat sie schon einmal mit der Kunsthalle Osnabrück zusammengearbeitet. Gemeinsam mit Osnabrücker:innen hat sie den Neubau der Kunsthalle in einen Vermittlungs- und Veranstaltungsraum verwandelt. Er kann auf ganz unterschiedliche Arten genutzt werden. Ideen dafür geben Orte aus dem öffentlichen Raum: Ein Kiosk, eine Wiese oder eine Garage. Viele der Möbel sind beweglich. Die Besucher:innen können sie immer wieder verschieben. So kann der Raum für Spiel, Gespräche und Austausch genutzt werden.
2026 wird Julia Miorin den Innenhof der Kunsthalle Osnabrück neugestalten. Hier geht es der Künstlerin um eine Imagination von Raum. Also um die Vorstellung von Gebäuden, Plätzen oder Spielfeldern. Diese Räume werden angedeutet durch Skulpturen aus feinen Stahl-Linien. Auch hier können die Besucher:innen die Skulpturen bewegen, umräumen und neu zusammenstellen. So können sie ihre eigene Vorstellung von »Raumordnung« einbringen.
Die Künstlerin findet: Ausstellungen müssen nicht starr und unbeweglich sein. Kunst ist lebendig und aktiv und bindet Besucher:innen ein. So bringt ihre Ausstellung Menschen, Institutionen, Gruppen und Vereine zusammen. Sie sind eingeladen, die Ausstellung als Veranstaltungsraum zu nutzen. Teil der Ausstellung ist deshalb auch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm.
Julia Miorin (DE) lebt und arbeitet in Leipzig. Miorin ist Bildhauerin und Kunstvermittlerin und lehrte zuletzt an der Bauhaus Universität Weimar (2025), der Universität Osnabrück (2023) und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (2020-2023). Werke der Künstlerin waren zuletzt in Ausstellungen u.a. in der Galerie Paul Scherzer, Halle (Saale) (2025), der Kunsthalle Osnabrück, dem Kunstmuseum Heidenheim (beide 2024), der Kunsthalle Recklinghausen (2023), im Haus am Lützowplatz, Berlin, basis projektraum, Frankfurt am Main, Galerie Waidspeicher, Erfurt und im Stadtmuseum Memmingen (alle 2022), Kunstverein Lüneburg (2021), Alpin-Museum, Kempten (2020) sowie im KV – Verein für zeitgenössische Kunst, Leipzig (2017) zu sehen. 2023 wurde Julia Miorin auf Einladung der Stiftung Bauhaus Dessau mit der künstlerischen Ausgestaltung des Meisterhaus Muche in Dessau beauftragt. Ihre erste Monografie erschien im Januar 2024 im DISTANZ Verlag.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die VGH Stiftung, die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung und die Freund:innen der Kunsthalle Osnabrück.