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Luxemburg

Kaihō – Japanese Women Artists after 1945

Die Ausstellung widmet sich dem Werk von neununddreißig Künstlerinnen aus Japan, die vom Ende der Nachkriegszeit bis zur Wende zum 21. Jahrhundert zum globalen Kunstgeschehen beitrugen. Ausgehend von der schöpferischen Widerstandskraft und den persönlichen Lebenswegen der Künstlerinnen entfalten sich fünf thematische Kapitel, die mehr aus 120 Werke vereinen, von denen viele bisher nur selten, wenn überhaupt, außerhalb Japans zu sehen waren.

 

Ausgehend von Malerei, Skulptur, Fotografie, Film und Installation zeichnet die Ausstellung nach, wie sich die vertretenen Künstlerinnen mit den tiefgreifenden Umbrüchen des Nachkriegsjapans auseinandersetzten, und verfolgt zugleich ihre transnationalen Wege durch Asien, Europa, die USA und Brasilien. Ihre Werke entstanden in einer Zeit zunehmender Freiheit von patriarchalen Strukturen und sich wandelnder Beziehungen zum Nationalstaat und stellten verfestigte Vorstellungen von nationaler Identität und westlich geprägten Kunstgeschichten infrage.

 

Doch trotz ihrer kritischen Auseinandersetzung mit Geschlechterungleichheit, Imperialismus und ökologischem Wandel sind die meisten von ihnen im herrschenden Kanon bis heute weitgehend unbeachtet geblieben. Kaihō: Japanese Women Artists after 1945 rückt ihre wesentlichen Beiträge zu bedeutenden Kunstströmungen wie Gutai und Fluxus ins Licht sowie ihre Rolle beim Aufkommen multimedialer und performativer Praktiken. Der Titel des Projekts, Kaihō [Befreiung], spiegelt sein Anliegen wider, die miteinander verflochtenen Geschichten der globalen Moderne und ihre Nachwirkungen in der zeitgenössischen Kunst neu zu denken.

 

Kuratorin: Florence Ostende (Direktorin für künstlerische Programme und Inhalte, Guggenheim Museum Bilbao)

Mit Unterstützung von Yurika Imaseki (Wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Anaël Daoud (Assistenzkurator, Mudam Luxembourg)

Diese Ausstellung endet in
115
Tage
17
Std
57
Min
43
Sek
Termine
Start25.09.2026
Ende14.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–21:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Mudam – Das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg
Mudam – Das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg3, Park Dräi Eechelen, 1499 Luxemburg

Die größte Sammlung für zeitgenössische Kunst – inhaltlich wie konzeptuell konsequent international – umfasst mehr als 800 Werke aller Medien von Künstlern aus Luxemburg und der ganzen Welt. Dabei besteht ein kleiner Teil der Sammlung aus Mode- und Designobjekten. Über 54 Werke in der Sammlung waren Auftragsarbeiten für das Mudam und entstanden unter Berücksichtigung seiner spezifischen architektonischen Gegebenheiten. Eckdaten für den Sammlungsaufbau waren die ersten Erwerbungen in den 1990er-Jahren, die Gründung des Museums 1998 und seine Eröffnung 2006. Wenngleich die 1960er-Jahre als historischer Bezugspunkt für die Gegenwartskunst gelten, datiert die Mehrzahl der Werke in der Sammlung aus den Jahren 1989 bis heute. Eine der seltenen Ausnahmen bildet das Möbelensemble für das Paimio-Sanatorium, welches zwischen 1930 und 1933 von dem Architekten Alvar Aalto entworfen und 2000 durch das Mudam erworben wurde. Die Mission des Mudams ist das Sammeln, die Aufbewahrung und die Präsentation der bedeutendsten zeitgenössischen Kunst unserer Zeit und sie einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mit seinen Ausstellungen, Publikationen und künstlerischen sowie pädagogischen Programmen fördert das Mudam Forschung und Dialog während es dabei der sich wandelnden Natur der Kunst und ihrer Produktion in der Welt besondere Aufmerksamkeit widmet. Das Mudam hat sich zum Ziel gesetzt, ein Referenzmuseum für zeitgenössische Kunst und eine vorbildliche Einrichtung in Luxemburg in Bezug auf künstlerische und kulturelle Exzellenz zu sein. Das Mudam fördert Kreativität, visionäres Denken, Offenheit und kulturelle Teilnahme für alle. Wie Luxemburg hat das Mudam seinen Sitz in Europa mit einer Vision für die ganze Welt. Das Mudam setzt sich für eine integrativere, tolerantere sowie ökologisch und sozial verantwortungsvollere Welt ein, in welcher Museen eine führende Rolle bei der Übertragung unseres zeitgenössischen kulturellen Erbes an künftige Generationen spielen.