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Bietigheim-Bissingen

Karl Hofer – Zwischen Schönheit und Wahrheit

Karl Hofer (1878–1955) gehört zu den bedeutendsten Malern der Moderne in Deutschland. Auf der Suche nach einer menschlichen Wahrheit jenseits politischer und modischer Strömungen entwickelte Hofer eine eigenständige Bildsprache zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus – geprägt von eindringlicher Emotionalität, stiller Dramatik und hohem Symbolgehalt. Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die Darstellung des Menschen, doch schuf Hofer auch Landschaften und Stillleben. Sein Werk spiegelt seinen von Höhen und Tiefen geprägten Lebensweg ebenso wie seine persönliche Zerrissenheit. Als Direktor der Hochschule für bildende Künste in Berlin prägte er maßgeblich die Nachkriegsdebatte um Figuration und Abstraktion. Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick über Hofers Schaffen mit rund 80 Gemälden, entstanden zwischen 1900 und 1955.

 

Eröffnung: 6. November 2026, 19 Uhr

Diese Ausstellung beginnt in
15
Tage
1
Std
32
Min
19
Sek
Termine
Start07.11.2026
Ende28.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch14:00–18:00
Donnerstag14:00–20:00
Freitag14:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Städtische Galerie Bietigheim-BissingenHauptstraße 60–64, 74321 Bietigheim-Bissingen

Eingebettet in die malerische Altstadt Bietigheims stellt die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen eine gelungene Synthese aus historischer Bausubstanz und moderner Architektur dar. Die Städtische Galerie hat zwei große Sammlungsschwerpunkte: Zum einen Gemälde, Grafiken und Skulpturen von Künstler:innen der Region, darunter Gustav Schönleber, Walter Strich-Chapell, Theodor Werner, Hermann Rombach, Paul Reichle, Bruno Diemer, Leonhard Oesterle und Luisa Richter. Zum anderen eine umfangreiche, einzigartige Sammlung zum künstlerischen Linolschnitt, in die Sie hier einen Einblick gewinnen können. Seit Gründung der Städtischen Galerie 1989 liegt der besondere Sammlungsschwerpunkt auf dem künstlerischen Linolschnitt, da in Bietigheim die Deutschen Linoleumwerke ansässig waren. Mittlerweile ist der Bestand auf Linolschnitte von mehr als 300 Künstler:innen angewachsen und bietet einen repräsentativen Querschnitt von 1900 bis heute. Bereits 1992 wurde auf einer Ausstellungstournee in fünf deutschen Städten die europaweit einzigartige Linolschnittsammlung der Städtischen Galerie von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart gezeigt – seither ist die Sammlung wesentlich umfangreicher geworden, auch dank des Grafikwettbewerbs »Linolschnitt heute«, der alle drei Jahre ausgeschrieben wird. Aus Anlass des zehnten Jubiläums dieser wichtigen Auszeichnung ging 2017/18 eine Werkauswahl der zehn Wettbewerbe auf Reisen quer durch die Republik von Quedlinburg im Harz über Würzburg in Unterfranken bis nach Husum und Niebüll an der dänischen Grenze – denn Bietigheim-Bissingen ist längst zur »heimlichen Hauptstadt des Linolschnitts« geworden.

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Ausstellungskatalog