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KATE NEWBY – I’m asking

Die neuseeländische Künstlerin Kate Newby (*1979) wählt für ihre ortsspezifische Installation im Museum Folkwang den Übergang zwischen dem 1960 eröffneten Museumsbau und dem Erweiterungsbau von 2010. Beide Gebäudeteile sind durch die Formensprache modernistischer Architektur geprägt und zeichnen sich durch klare Linien, rechteckige Innenhöfe und weitläufige Glasfronten aus. 

Glas und Beton, die Baustoffe der Moderne, bilden den Ausgangspunkt von Newbys Arbeit. In ihren Händen werden sie zu fragilen, formbaren Materialien, in denen sie buchstäblich ihre Spuren hinterlässt. Auf zwei Glasscheiben zum Innenhof hat sie vertikale, handgezogene Linien und zahlreiche Fingerabdrücke in das Glas eingeschmolzen. Die dreidimensionalen Strukturen der Glasarbeit Good Sound reagieren auf Licht und Bewegung und verändern im Tagesverlauf ihr Erscheinungsbild je nach Lichteinfall und Blickwinkel. 

Die Linien der Glasarbeit setzen sich in der Betonarbeit I'm asking auf dem Rasen des Außenraums fort. Als helle, strukturierte Betonlinien ziehen sie sich durch den Innenhof und verschwinden hinter zwei kleinen Hügeln. Sichtbare Spuren der Bearbeitung verweisen auch hier auf den Herstellungsprozess. Ergänzt werden die beiden Arbeiten durch Glasfragmente aus der Umgebung des Museums, die Newby in den Beton integriert hat. Sie stellen eine weitere Verbindung zwischen Innen- und Außenraum des Museums her.

Newbys Werke unterlaufen die klare Ästhetik des Gebäudes. Sie wirken roh, beiläufig und unscheinbar und fügen sich so selbstverständlich in ihre Umgebung ein, dass sie nicht unmittelbar als Kunstwerke erkennbar sind. Gerade dadurch schärfen sie den Blick für das Übersehene und eröffnen poetische Reflexionen über Orte, Materialien und alltägliche Wahrnehmung. 

Diese Ausstellung endet in
178
Tage
9
Std
48
Min
46
Sek
Termine
Start12.06.2026
Ende18.04.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–20:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Folkwang
Museum FolkwangMuseumsplatz 1, 45128 Essen

Das Museum Folkwang ist eines der renommiertesten deutschen Kunstmuseen mit einer herausragenden Sammlung der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne und der Kunst nach 1945 sowie der Fotografie. Daneben beherbergt das Museum Folkwang auch umfassende Sammlungen zur Grafik, Archäologie, Weltkunst und Kunstgewerbe sowie zum Plakat. Spitzenwerke von van Gogh, Cézanne, Gauguin treffen auf Arbeiten von Rothko, Pollock, Richter. Es ist das erste deutsche Kunstmuseum in der Größe, das allen Besuchern freien Eintritt in die eigene Sammlung gewährt. Seine Ausstellungen und Veranstaltungen machen das Museum Folkwang zu einer Stätte des lebhaften Austausches mit Kunst, Kultur und Leben. Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Karl Ernst Osthaus geprägte Folkwang-Gedanke umfasst drei zentrale Leitlinien: den Dialog der Künste und Kulturen, das Museum als Ort des Austausches und der kulturellen Bildung sowie die Einheit von Kunst und Leben. Im Bewusstsein der eigenen Museums- und Sammlungsgeschichte schreibt das Museum Folkwang diesen Gedanken in die Gegenwart und Zukunft fort: Wir verstehen uns als ein Museum, das Emotion und Geist, Wärme und Humanismus verbindet, regional verankert und international ausgerichtet ist, das den Menschen und die Kunst in ihrer Vielfalt ins Zentrum stellt und sich für neue und nachhaltige Entwicklungen einsetzt. Ein Museum, das nicht nur die Künste untereinander eint, sondern auch die Menschen mit den Künsten.