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Baden-Baden

KETUTA ALEXI-MESKHISHVILI – CURTAIN COMMISSION #1

Installation im Foyer und im Café Kunsthalle

 

Seit über 15 Jahren prägen wechselnde künstlerische Interventionen das Foyer der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Nationale wie internationale Künstler:innen haben den Foyer- und Cafébereich dabei immer wieder neu interpretiert. Mit dem neuen Format Curtain Commissions lädt die Kunsthalle Künstler:innen ein, das Foyer mit Vorhängen zu gestalten. Den Auftakt macht die georgische Künstlerin Ketuta Alexi-Meskhishvili (*1979). Ihre bedruckten, halbtransparenten Vorhänge rahmen den Eingangsbereich. Auf durchscheinenden Bahnen entwickelt sich eine Abfolge von Bildern.

 

Alexi-Meskhishvili arbeitet mit der Fotografie als Praxis und erkundet sie als Medium. Aus eigenen und gefundenen Aufnahmen, Alltagsdingen und Ornamenten setzt sie ihre Motive zusammen, verfremdet und überlagert sie. Schon ihre Fotografien behandelt sie wie durchlässige Räume verschiedener Schichten, hier umhüllt dieses Prinzip das gesamte Foyer. Zu sehen sind verschiedene Aufnahmen: die neuesten Bilder des Monds, Blumen, Augen und Eidottern. Sie fügen sich zu einer universellen Bildersammlung der Gegenwart, des Lebens, der Sinne und des Übermenschlichen.

 

Sammlung ist ein Bildarchiv und eine zeitgenössische Wunderkammer: eine eigenwillige Auswahl privater Motive und öffentlicher Bilder. Zu sehen sind neben den jüngsten Aufnahmen des Mondes fotografische Arrangements von Blumen, Spielzeugeiern und Augen aus Süßigkeiten. Sie fügen sich zu einer Bildersammlung über Existenz, die Sinne und das Metaphysische, in der sich das Leben in seiner Gesamtheit entfaltet.

 

Künstler:in: Ketuta Alexi-Meskhishvili

Kurator:in: Christina Lehnert

Kuratorische Assistenz: Joachim Rautenberg

Diese Ausstellung endet in
81
Tage
4
Std
2
Min
32
Sek
Termine
Start13.06.2026
Ende10.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden Lichtentaler Allee 8A, 76530 Baden-Baden

Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden ist seit ihrer Eröffnung im Jahr 1909 – und insbesondere seit den 1960er Jahren – der Auseinandersetzung mit internationaler Gegenwartskunst verpflichtet. In ihrer langen Geschichte wurde dieser Auftrag von den jeweils amtierenden Direktorinnen und Direktoren immer wieder neu befragt. Johan Holten, der die Kunsthalle von 2011 bis 2019 leitete, sah die besondere Herausforderung der Programmgestaltung darin, wie man eine zunehmend globale und kulturell sehr diverse Welt in einem öffentlich finanzierten Ausstellungshaus widerspiegeln kann. Gelegen inmitten der idyllischen Parklandschaft der Lichtentaler Allee in der Kurstadt Baden-Baden, ist das denkmalgeschützte Gebäude der Staatliche Kunsthalle seit 2004 mit dem benachbarten Museum Frieder Burda durch eine Brücke verbunden. Während die Staatliche Kunsthalle seit ihrer Gründung als Wechselausstellungshaus Ausstellungen ohne eigene Sammlung realisiert, verfügt das Museum Frieder Burda über eine der wichtigsten privaten deutschen Kunstsammlungen. So entstand eine der ersten Public-Private-Partnership Verbindungen zwischen einer öffentlichen Institution und einem privaten Museum in Deutschland, die die Diversität zweier Ausstellungshäuser mit verschiedenen Aufträgen vereint. Damit hat sie sich über die Jahre als wichtige Impulsgeberin für die Präsentation international bedeutender Gegenwartskunst in der Stadt, der Region und darüber hinaus etabliert. Mit den Ausstellungen werden die Veränderungen und Unterschiede einer global vernetzten Welt sicht- und erfahrbar und wirken damit direkt in die Zivilgesellschaft zurück, in der sie verankert ist. Dabei bilden alle bisherigen Ausstellungen im Kern so etwas wie die Sammlung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und sind in über 360 Publikationen und Ausstellungskatalogen dokumentiert. Diese reichhaltige Ausstellungsgeschichte wird unter der Leitung von Johan Holten für alle digital zugänglich sein. So werden in stetem Wandel digitale Prozesse initiiert, die die zunehmende Bedeutung des »virtuellen Ausstellens« im Display digitaler Endgeräte für das 21. Jahrhundert herausbildet.