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Dortmund

KONSUM - Alltagsdinge zwischen Nutzen, Sehnsucht und Überfluss

Mit rund 500 Exponaten aus acht Jahrhunderten begibt sich die Ausstellung auf eine vielschichtige Spurensuche. Zu sehen sind beeindruckende und kuriose, erstaunliche und wunderschöne, bekannte und fast vergessene Objekte aus der Museumssammlung: vom schmucklosen Tonkrug bis zum stylischen 70er-Jahre Aschenbecher, von Uromas Küchenherd bis zum zeitlosen Zippo, vom schwarzen Bakelit-Telefon bis zum futuristischen Fernseher. Leitobjekt ist der Schrank. Schränke aus den verschiedenen Epochen und ihr sich verändernder Inhalt werden zum Sinnbild für wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandel.

 

 

Zwischen Bedarf und Begehren

 

Die Ausstellung thematisiert die Entwicklungen, die dazu geführt haben, dass wir heute über eine solche Fülle von Dingen verfügen, und hinterfragt, warum wir so abhängig von ihnen sind. War der Begriff Konsum in vorindustrieller Zeit noch negativ besetzt, so entstand im 17./18. Jahrhundert bereits eine dynamische Konsumkultur angefacht von technischem Fortschritt und der Ausbeutung von Menschen und Rohstoffen im Kolonialismus. Ein Quantensprung war die Industrialisierung im 19. Jahrhundert und der Beginn der Massenproduktion. Die Produktpalette wuchs, Waren- und Kaufhäuser entstanden. Nach 1945 begann die Zeit des Wirtschaftsaufschwungs mit Rationalisierungen in der Produktion, technischen und strukturellen Neuerungen in der Landwirtschaft und Selbstbedienung im Handel. Elektronische Konsumgüter wurden erschwinglich, globale Massenprodukte eroberten den Markt. Seit dem 20. Jahrhundert sind Auswahl, Erwerb und Verbrauch von Dingen zu einem zentralen Bestandteil unseres Lebens geworden. Konsum prägt unseren Alltag ebenso wie unser Selbstbild. Mit materieller Kultur zeigen wir, wer wir sind und wer wir sein wollen. Identität, Politik und Wirtschaft werden zunehmend von dem definiert, was und wie wir konsumieren.

 

 

Ich besitze, also bin ich?

 

Die KONSUM-Ausstellung greift übergeordnete Themen auf wie Identität und Konsum, geschlechterspezifischen Konsum, Teilhabe und Nachhaltigkeit. Medien und Hands-on-Stationen vertiefen Fragestellungen nach den Schattenseiten des Konsums, Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, Abfallproblematik oder Umweltschutz.

Termine
Start05.07.2026
EndeLäuft auf unbestimmte Zeit
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch11:00–20:00
Donnerstag11:00–20:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00