Wie kleine Zeitkapseln bewahren Münzen und Medaillen die kunstvollen Frisuren, prächtigen Bärte und aufwendigen Kopfbedeckungen ihrer Epoche. Die Ausstellung begibt sich anhand von über 100 Münzen auf eine Zeitreise durch mehr als 2400 Jahre Mode.
Münzen wurden massenhaft geprägt und täglich verwendet. Das Porträt auf der Münze war somit jenes, das von den Untertanen am häufigsten gesehen wurde. Umso größer war die Bedeutung, wie sich Herrschende darstellten.
Manche von ihnen wurden zu wahren Trendsettern – ihre Mode wurde zum unverwechselbaren Markenzeichen.
Hut macht Mode
Wer in der italienischen Renaissance Rang und Namen hatte, zeigte dies auch. So verriet ein Blick auf den Hut oder das Barrett viel über sozialen Status, Bildung oder politische Haltung. Besonders an den oberitalienischen Fürstenhöfen setzten kunstvolle Kopfbedeckungen modische Statements und spiegelten das Selbstverständnis einer Gesellschaft zwischen Tradition und Aufbruch wider.
Inspiration Münzkabinett – Interpretation Handwerk
In Kooperation mit Studierenden des Abendkollegs Schmuck Design der Wiener KunstModeDesign Herbststraße entstanden ab Herbst 2024 eigene Schmuckkreationen, die von antiken Münzen und modernen Medaillen des Münzkabinetts des Kunsthistorischen Museums inspiriert waren.
Im kreativen Prozess wurden historische Vorbilder nicht nur neu interpretiert, sondern auch mit individuellen Ideen und handwerklichen Experimenten angereichert.
Die entstandenen Werke zeigen eindrucksvoll, wie Vergangenheit und Gegenwart in einen kreativen Dialog treten können – getragen von gestalterischer Neugier, technischem Können und persönlichem Ausdruck.