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Osnabrück

Lena Marie Emrich – I left the window open for you

Lena Marie Emrich arbeitet als Bildhauerin und Bühnenbildnerin. In ihrer Arbeit verbindet sie Form und Sprache. Sie bewegt sich zwischen Skulptur, Rauminstallation und performativer Geste. Das bedeutet: die Kunstwerke von Lena Marie Emrich laden die Betrachter:innen dazu ein, in Bewegung zu kommen. So erleben sie das Kunstwerk mit allen Sinnen. Ihre Arbeiten wirken poetisch und radikal zugleich.

 

Die Einzelausstellung in der Kunsthalle Osnabrück heißt »I left the window open for you« [übersetzt: Ich habe das Fenster für dich offengelassen]. Der Korridor wird darin zum Ausgangspunkt einer kritischen Befragung: Ist der Korridor nur ein Flur oder ein Durchgang?

 

Wir leben in einer Zeit der Beschleunigung. Alles passiert gleichzeitig. Immer mehr passiert digital. Viele Menschen sind nicht mehr miteinander in Verbindung. Genau hier setzt Lena Marie Emrich an. Für sie wird der veränderte Korridor zu einem Zwischenraum, der uns wieder mit uns selbst und miteinander in Verbindung bringt. Hier können wir wieder bewusst sinnliche Erfahrungen machen. Und unsere Wahrnehmung verändern. Das Unbewusste ist hier nicht das Motiv einzelner Kunstwerke. Es ist die treibende Kraft hinter der Ausstellung. Es bestimmt, wie die Besucher:innen die Kunst sehen und verstehen.

 

Lena Marie Emrich (DE) lebt und arbeitet zwischen Berlin und Brüssel. Sie ist Bildhauerin und wurde an der Akademie der Bildenden Künste Berlin und der Acadamy of Fine Arts, Warschau ausgebildet. Letzte Einzelausstellungen waren unter anderem im SAFA Ibiza, der Import Export Gallery, Warschau (beide 2025), im Office Impart, Berlin, in der DS Gallery, Paris (beide 2024), dem Kunstverein am Rosa-Luxemburg Platz, Berlin, der Aadourk/Ligabue Foundation, Venedig und der Galerie Tobias Nähring, Leipzig (alle 2023). Gruppenausstellungen fanden zuletzt bei der Art Biesenthal, Brandenburg, der Biennale für Freiburg, Freiburg (beide 2025), im Kunstvereins Hannover (2024), der Sainte Anne Gallery, Paris und im Kunsthaus Erfurt (beide 2023), statt. Aktuell arbeitet sie als Bühnenbildnerin an den Münchner Kammerspielen und dem Staatstheater Cottbus. 2020 gewann Lena Marie Emrich den Toy Award der Berlin Masters Foundation. Im gleichen Jahr wurde sie mit dem Preis des Kunstvereins Hannover ausgezeichnet. Ihre Werke sind in Sammlungen wie der Burger Collection, dem Sprengel Museum Hannover, der Arndt Collection und der Marval Collection vertreten.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die VGH Stiftung, die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung und die Freund:innen der Kunsthalle Osnabrück.

Diese Ausstellung endet in
1
Tage
21
Std
31
Min
21
Sek
Termine
Start27.06.2026
Ende11.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle Osnabrück
Kunsthalle OsnabrückHasemauer 1, 49074 Osnabrück

1991 beschloss die Stadt: In Osnabrück soll eine Kunsthalle gegründet werden. Der Wunsch war: Dort sollen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt werden. Man kann auch aktuelle Kunst dazu sagen. 1991 wurde Harald Szeemann dazu befragt. Harald Szeemann war ein berühmter Ausstellungsmacher und Museumsleiter aus der Schweiz. Er hat das kuratorische Konzept der Kunsthalle Osnabrück mitentwickelt. Das heißt: Er hatte eine Idee, welche Art von Kunst in der Kunsthalle Osnabrück gezeigt werden soll. Und wie. Er riet zu »internationalen Positionen und ortsspezifischen Installationen«. Damit meinte er: Das Museum soll mit anderen Museen in verschiedenen Ländern im Austausch stehen. Aber es soll auch zur Stadt und der eigenen Geschichte passen. 1993 fand die erste Ausstellung statt. Gründungsdirektor André Lindhorst leitete sie. Er zeigte auf den 1.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche bis 2013 Einzelausstellungen von Künstler:innen wie Elvira Bach, Lothar Fischer, Günther Uecker, Markus Lüpertz oder thematische Gruppenausstellungen. Die Kunsthalle Osnabrück ist zuständig für eine Sammlung von aktuell 44 Kunstwerken im öffentlichen Raum. Alle diese Werke wurden in den Jahren zwischen 1950 und 2000 im Stadtraum aufgestellt. Viele davon wurden im Bereich der historischen Altstadt platziert. Einige auch in den äußeren Bezirken der Stadt. Die Werke unterscheiden sich sehr stark in ihrer künstlerischen Gestaltung. Das heißt, sie sind aus ganz verschiedenen Materialien. Und das Material wurde auf ganz unterschiedliche Art und Weise bearbeitet. Sie sind auf verschiedenen Wegen Teil der Sammlung geworden.