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Bottrop

Longing for Trust / Über das Vertrauen in der Kunst

Vertrauen wirkt als unsichtbare und verbindende Kraft in persönlichen Beziehungen ebenso wie in gesamtgesellschaftlichen Kontexten. Es ist eine elementare Kraft, die dort agiert, wo Wissen und Ungewissheit sich treffen; in privaten Gesten ebenso wie im Gefüge einer globalisierten Gesellschaft. In einer Zeit, in der soziale und systemische Gewissheiten zunehmend infrage gestellt werden, widmet sich die Ausstellung der Untersuchung dieses fragilen Phänomens durch die Perspektive der bildenden Kunst.

 

Der Fokus der Ausstellung liegt auf den spezifischen künstlerischen Strategien, mit denen Vertrauen thematisiert, eingefordert oder kritisch hinterfragt wird. Longing for Trust versammelt Werke internationaler Künstler:innen seit den späten 1950er Jahren, um ein Nachdenken über das Vertrauen, seine Voraussetzungen, Implikationen und Erscheinungsformen zu provozieren und dem gleichsam allgegenwärtigen und doch so spezifischen Begriff auf die Spur zu kommen. Die Kunst fungiert hierbei als Seismograf. Sie macht die Voraussetzungen und Brüche von Vertrauensverhältnissen erfahrbar, sei es im intimen Dialog zwischen Werk und Betrachter:in oder in der Auseinandersetzung mit politischen Macht- und Kontrollsystemen.

 

Die ausgewählten Kunstwerke laden dazu ein, Vertrauen nicht als statischen Zustand, sondern als einen dynamischen Prozess zu begreifen, dessen Notwendigkeit und Gefährdung in der zeitgenössischen Kunst immer wieder eine zentrale Rolle spielt.

 

Künstler:innen:
Abramović & Ulay, Alice Creischer, Thomas Demand, Gauri Gill, Hans Haacke, Martin Kippenberger, Koizumi Meiro, Lee Mingwei, Cristiana Cott Negoescu, Yoko Ono, Trevor Paglen, Paul Ramirez Jonas, Julia Scher, Shimabuku, Andreas Siekmann, Rajesh Vangad

Diese Ausstellung beginnt in
16
Tage
11
Std
31
Min
30
Sek
Termine
Start08.11.2026
Ende07.03.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstagnur für Gruppen mit Buchung
Mittwoch11:00–17:00
Donnerstag11:00–19:00
Freitag10:00–17:00
Samstag11:00–17:00
Sonntag11:00–17:00
Veranstaltungsort
Museumszentrum Quadrat
Museumszentrum QuadratAnni-Albers-Platz 1, 46236 Bottrop

Die Albers Sammlung umfasst rund 120 Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafik, Glasarbeiten, Fotomontagen und Resopalgravuren. Sie macht Albers’ künstlerische Entwicklung in ihrer ganzen Breite nachvollziehbar. Im Bestand sind frühe Zeichnungen und Druckgrafik, darunter Selbstporträts, Ansichten Bottrops und des Münsterlands. Aus der Zeit am Bauhaus zeigt das Museum Glasarbeiten, Fotomontagen und fotografische Porträts. Nach der Emigration von Josef Albers (1933) entstand in den USA sein umfangreichstes Werk. Dazu gehören z. B. die »Grafischen Tektoniken« und »Strukturalen Konstellationen«, die im Medium der Zeichnung sowie als Resopalgravuren in Bottrop vertreten sind. Albers’ Reisen in den lateinamerikanischen Raum – vor allem Mexiko – haben ihn künstlerisch nachdrücklich beeinflusst. Das Klima, die Farben, Reste der andinen Kunst und präkolumbische Stätten hatten starke Auswirkungen auf seine Wahrnehmung. Großartige Werkgruppen entstehen wie etwa die »Variants«, als deren Vorbilder mexikanische Lehmziegelhäuser gelten dürfen. Einen Höhepunkt in seiner künstlerischen Entwicklung stellt »Homage to the Square‚ A« von 1950 dar. Von diesem Typus quadratischer Bilder wird er bis zu seinem Tod weit über 2000 Gemälde erschaffen, von denen eine große Anzahl in Bottrop zu sehen ist. Jenseits von Josef Albers Die Sammlung des Josef Albers Museums jenseits von Josef Albers umfasst etwa 200 Werke, – Gemälde, Skulpturen und Objekte unterschiedlichster Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts. Einige der hier gezeigten Künstlerinnen und Künstler sind durch Ankäufe dauerhaft im Josef Albers Museum vertreten. Dazu zählen: Michael Venezia, Miles Coolidge, Pia Fries und Jerry Zeniuk, in der Fotografie Joachim Brohm, Bernhard Fuchs und Simone Nieweg, – um nur einige zu nennen.

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