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Augsburg

MANUEL FRATTINI – Die Landschaft der Malerei

Initiiert und gefördert von der Arno-Buchegger-Stiftung, Augsburg, widmet die Kunsthalle Augsburg dem in Freiburg lebenden Künstler Manuel Frattini eine Ausstellung in den Kabinetten des H2.

 

Frattinis Werk bekennt sich zum unspektakulären, zugleich radikalen Ernst einer Malerei, die im Sehen gründet. Seine Kunst lebt von der sinnlichen Präsenz von Farbe und Geste. Gefiltert und verdichtet, tritt die Außenwelt als abstrahierte Erinnerung in seinen Bildern auf. Jedes Werk wird so zu einer Verkörperung des Sehens im Prozess des Malens.

 

Pastose Ölfarbe auf Leinwand, Holz oder Glas, flüssige Gouache und Tusche, Buntstift auf Papier: Netze, Gitter und lineare Geflechte über farbigen Schichten eröffnen fein gesponnene Bildräume. Fragmente reduzierter Gegenständlichkeit und nuancierte Farbräume verweisen auf Sichtbares, das sich mit Erinnerungen und Assoziationen verbindet. In dieser Offenheit wirken die Arbeiten zugleich nahbar und zerbrechlich. Sie betonen die reale Zeit ihrer Entstehung – spürbar in der Stofflichkeit des Materials und den Spuren des Farbauftrags.

 

Für die Kabinette des H2 hat Frattini eine raumgreifende Installation entwickelt. Seine Bilder sind in ein rhythmisches Gefüge von Distanz und Nähe gesetzt, das Dialoge eröffnet und den Blick an die Bewegung im Raum bindet. Wie eine Partitur mit Noten und Pausen entfaltet sich die Ausstellung als Komposition, die sich erst im Gehen und Schauen vollständig erschließt. In den Zwischenräumen und Leerstellen entsteht eine Resonanz des Abwesenden – eine »Landschaft der Malerei«, die Bekanntes mit Unbekanntem verbindet.

 

In einer Zeit der Bilderfluten und digitalen Überlagerungen plädiert Frattini für Aufmerksamkeit gegenüber dem Einzelnen, dem Moment, dem stillen Widerstand des Materials. Seine »Landschaft der Malerei« ist keine Flucht, sondern eine Einladung, die Welt im Schauen neu zu entdecken.

 

Die Ausstellung wird von Wolfgang Reichert in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler kuratiert. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Termine
Start18.04.2026
Ende11.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–17:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle Augsburg im Glaspalast
Kunsthalle Augsburg im GlaspalastBeim Glaspalast 1, 86153 Augsburg

Die Kunsthalle Augsburg (ehem. H2 – Zentrum für Gegenwartskunst) im Erdgeschoss des Glaspalasts ist Augsburgs städtisches Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst. Gezeigt werden in zwei Hallen (H1 und H2) auf einer Fläche von insgesamt 2.700 qm wechselnde Sonderausstellungen und Sammlungspräsentationen zur Kunst des 20. Jahrhunderts sowie zur Kunst der Gegenwart aus dem regionalen, nationalen wie auch internationalen Kontext. Regelmäßige öffentliche Führungen sowie ausstellungsbegleitende Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Künstlergespräche oder Podiumsdiskussionen ergänzen das Programm. Das Museum wird von Jan T. Wilms geleitet. Sammlung Die städtische Kunstsammlung zur Moderne und Gegenwart hat seit 2006 mit der Kunsthalle Augsburg (ehem. H2 – Zentrum für Gegenwartskunst) im Glaspalast einen Ort gefunden, an dem im Wechsel mit Sonderausstellungen in regelmäßiger Folge auch eigene Bestände und Neuerwerbungen präsentiert werden können. In unterschiedlichen Konstellationen und unter wechselnden thematischen Schwerpunktsetzungen werden Auszüge aus der im Aufbau befindlichen »Sammlung Neue Kunst« gezeigt. Der Sammlungsbestand umfasst mehrere hundert Werke aller künstlerischen Ausdrucksmedien. Neben herausragenden nationalen und internationalen Positionen sind auch eine Reihe von Werken regionaler sowie in Augsburg tätiger Künstlerinnen und Künstler vertreten. – Insbesondere der Bereich der Gegenwartskunst wird aktuell digital erschlossen, um die Online-Sammlung künftig sukzessive zu erweitern und so Forschung und Recherche zu befördern. Neben privaten Stiftungen, Schenkungen und durch die aktive Unterstützung des Kreises der Freunde der Augsburger Kunstsammlungen fanden auch zahlreiche Werke als Folge von Projekten und durch die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern Eingang in den Bestand. Damit spiegelt die »Sammlung Neue Kunst« auch die Ausstellungstätigkeit der Kunsthalle Augsburg wider.