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Emden

Marsha Pels – Site Reclaimed. Altes Land, Neu

Emden ist bis heute von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und dem Verlust seiner jüdischen Gemeinde geprägt. Die Ausstellung der US-amerikanischen Künstlerin Marsha Pels (geb. 1950, New York) greift diese Geschichte auf und fragt, wie vielfältige Erinnerungen im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden können.

 

Im Mittelpunkt steht das »Reclaimed Site Bahnhofsbunker-Projekt«, das Pels während eines Fulbright-Stipendiums 1997/98 in Emden entwickelte. Das Konzept bringt die Architektur eines Kriegsbunkers und die zerstörte Emder Synagoge in einen eindrucksvollen Dialog. Es entwirft einen Ort der Erinnerung, der Forschung und der öffentlichen Begegnung.

 

Marsha Pels beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit ihrer Familiengeschichte, dem Holocaust und den Folgen des Nationalsozialismus. Ihr Großvater stammte aus Emden und wanderte 1899 nach New York aus. Aus dieser persönlichen Verbindung entstand ein Werk, das individuelle Erinnerung mit gesellschaftlicher Verantwortung gegenüber Geschichte verknüpft.

 

Die Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten, die von Verlust, Gedenken und der Frage erzählen, wie aus den Spuren der Vergangenheit neue Formen der Erinnerung entstehen können. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich mit der Geschichte Emdens und den Möglichkeiten einer lebendigen Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.

Diese Ausstellung endet in
114
Tage
9
Std
20
Min
24
Sek
Termine
Start06.09.2026
Ende17.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–17:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Ostfriesisches Landesmuseum EmdenBrückstraße 1, 26725 Emden

Das Ostfriesische Landesmuseum Emden ist ein Europäisches Regionalmuseum mit dem Schwerpunkt Emden - historisches Friesland – Europa und zugleich die älteste museale Sammlung der Region. Heute hat das Landesmuseum zwei Träger, die »Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer zu Emden« und die Stadt Emden. Beide besetzen paritätisch das Direktorium. Seit 1820 besteht in Emden die »Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer«, die eine Sammlung der ostfriesischen Kulturgüter aufgebaut hat. 1869 wurde ein eigenes Ausstellungsgebäude für die Exponate erworben. Die »Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer« gehört zu den Herausgebern des »Emder Jahrbuchs«. Genauso bedeutsam sind die städtischen Sammlungen, vor allem die Emder Rüstkammer, der städtische Silberschatz und die prächtigen Glasfenster des alten Emder Renaissance-Rathauses, das am 6. September 1944 durch Bombentreffer zerstört wurde. Im Jahr 1934 erhielt das Museum seine Bezeichnung als Ostfriesisches Landesmuseum. Durch Auslagerungen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs konnte fast der gesamte Bestand gerettet werden. 1962 wurden die Bestände der »Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer« mit jenen der Stadt Emden vereinigt und seither im wiederaufgebauten Rathaus am Delft ausgestellt. In den Jahren 2003 bis 2005 wurde das Museumsgebäude grundlegend umgebaut. Am 6. September 2005 feierte Emden die Wiedereröffnung als Europäisches Regionalmuseum. Das Landesmuseum behandelt die geografische und kulturelle Geschichte des (ost-)friesischen Küstenraumes sowie die Geschichte der Stadt Emden und den jeweiligen Kontext zur europäischen Entwicklung. Die Dauerausstellung ist als Themenausstellung konzipiert und erstreckt sich über vier Etagen auf 2.880 qm Ausstellungsfläche, darunter die Emder Rüszkammer, die Gemäldegalerie, das Silberkabinett und seit 2012 die Neue Galerie.

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