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Würzburg

Matthias Garff. Antennenvögel

Der Leipziger Bildhauer Matthias Garff (*1986) präsentiert im Foyer des Museum im Kulturspeicher (MiK) Würzburg ein langfristig angelegtes Kunstprojekt: sieben Skulpturen heimischer und exotischer Singvögel – Bienenfresser, Kohlmeise, Kolibri, Goldammer, Amsel, Eichelhäher und Grünspecht. Diese »Antennenvögel« sind überwiegend aus Fundstücken und Alltagsgegenständen der Überfluss- und Wegwerfgesellschaft zusammengesetzt. Jede Skulptur zeichnet sich durch eine eigene HaltungFarbigkeit und Materialität aus.

 

Garff, der an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studierte, hinterfragt in seinen Arbeiten die Sichtweise des Menschen auf Natur in einem urbanen Umfeld. In der Stadt begegnet uns Natur kaum in ihrer freien Form, sondern als vom Menschen kultivierter Raum – insbesondere in enger Verzahnung mit der Stadtarchitektur. Dieses fragile Ökosystem befindet sich in einem stetigen Wandel. Auch in Würzburg ist der Verlust an Artenvielfalt spürbar: Bebauung verdrängt Brachflächen, es verschwinden kostbare Frei- und Rückzugsräume. Die Antennenvögel stehen sinnbildlich für eine Naturdie Raum fordert – und sich in ihrer Vielfalt behauptet.

 

 

Patenschaft übernehmen

 

Das Museum im Kulturspeicher stellt diesen besonderen Vögeln mit großer Freude Raum zur Verfügung. Damit die »Antennenvögel« eine dauerhafte Bleibe im Foyer des Museums bekommen, ruft das MiK zu Patenschaften für die Skulpturen auf. Informationen zu Ankaufmöglichkeiten sind auf Anfrage erhältlich unter [email protected].

Diese Ausstellung endet in
6
Tage
19
Std
28
Min
4
Sek
Termine
Start27.07.2025
Ende27.07.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag13:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum im Kulturspeicher Würzburg
Museum im Kulturspeicher WürzburgOskar-Laredo-Platz 1 (vormals Veitshöchheimer Str. 5), 97080 Würzburg

Die Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945 Die Sammlung zeigt die Präsenz der Konkreten Kunst in 23 europäischen Ländern und die unterschiedlichen Erneuerungen und Ausformungen, die sie nach 1945 erfahren hat. Es wird immer vielfältiger, das Bild Europas in der »Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945«. Denn in den letzten Jahren wurde durch den Sammler Peter C. Ruppert die Kollektion weiter vergrößert. Insbesondere die Länder Osteuropas erfuhren mit Werken mehrerer Kunstschaffender, darunter Tamas Henczse, Tamas Konok, István Nadler, János Megyik, András Mengyán (Ungarn), Wieslaw Luczay, Jan Pamula (Polen) oder Milan Dobeš, Marián Drugda, Viktor Hulik (Slowakei) beträchtliche Zuwächse in der Sammlung. Städtische Sammlung – Regionale Identität und überregionale Entwicklungen Der Ruf nach einer Galerie mit einer Städtischen Sammlung kam nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Kreis Würzburger Künstler:innen. Promotor und Vorreiter war der Maler und Kunsterzieher Heiner Dikreiter (Ludwigshafen 1893–1966 Würzburg). Seit den 1920er Jahren suchte er die Kunst und Kunstschaffenden seiner Zeit in der Gegenwart und im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern und so eine Verbindung zu schaffen zur ruhmreichen künstlerischen Vergangenheit. Im Zuge der Gründung der Städtischen Galerie 1941 begann eine rege Sammlungstätigkeit. In nur wenigen Jahren wurden durch Schenkungen, Nachlässe, private Leihgaben und Ankäufe Werke von Künstler:innen zusammen getragen, die im 19. und 20. Jahrhundert durch Herkunft oder Tätigkeit mit Würzburg und Mainfranken verbunden waren. Diese Zielrichtung setzte Maßstäbe für die weitere Ankaufs- und Sammlungspolitik. Sie konzentrierte sich über Jahrzehnte auf Werke deutscher, bevorzugt fränkisch-süddeutscher Kunstschaffenden des 19. und 20. Jahrhunderts, auch wenn nach und nach der geographische Rahmen erweitert wurde. Heute orientiert sich die Sammlungstätigkeit stärker an den Schwerpunkten, die sich in der Sammlung ausgebildet haben. Diese vermitteln überregionale Entwicklungen in der Kunst oder rücken einzelne Künstler:innenpersönlichkeiten wie Wilhelm Leibl und seinen Kreis in den Blick.