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Cottbus

Matthias Körner – Innerer Himmel

Mit der Hinterglasmalerei hat Matthias Körner mittlerweile seine ureigene, ihm gemäße Technik gefunden, deren Bildwerke im Zentrum dieser Personalausstellung stehen.

 

Das für sie typische spiegelverkehrte Anlegen der Komposition ist dem Künstler (geb. 1954 in Cottbus, lebt ebenda) bereits durch seine Praxis diverser druckgrafischer Spielarten des Tiefdrucks vertraut: Hier war es für Körner insbesondere die Intagliotypie, in der er – um die 2010er Jahre – die Fotografie mit zeichnerisch-malerischem Gestus verbinden konnte und deren Schwarz-Weiß-Blätter ebenfalls punktuell Eingang in die Cottbuser Präsentation finden werden. Da im Vergleich zur Malerei auf Leinwand oder Papier der Arbeitsvorgang bei den Hinterglasbildern ein umgekehrter ist, muss der Künstler also nicht nur »rechts ist links« bedenken, sondern auch das »hinten vorn ist« – etwas, das laut Aussage Körners nach Jahren auf und hinter den zunehmend größer werdenden (Acryl-)Glasplatten für ihn zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

 

Losgelöst von Trägermaterial und Technik bewegen sich seit dem Beginn seiner freiberuflichen Tätigkeit im Jahr 1989 seine Bildwelten vom Innen und Außen – wollte man traditionelle Genrebezeichnungen bemühen – zwischen zeitlos wirkenden Interieur-, Stillleben- und Landschaftsdarstellungen. Die Figur spielt, wenn überhaupt, meistens als Rückenfigur und Utensil, in jüngeren Arbeiten als Puppe eine untergeordnete Rolle. Zuweilen verabschiedet sich Matthias Körner in seinen Arbeiten gänzlich von der Wiedergabe eindeutig zu bestimmender Dinge und Orte und entlässt uns in wiederum verlockend anschauliche Farb- und Formwelten hinter Glas.

Diese Ausstellung beginnt in
50
Tage
11
Std
33
Min
16
Sek
Termine
Start12.12.2026
Ende14.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–19:00
Mittwoch11:00–19:00
Donnerstag11:00–19:00
Freitag11:00–19:00
Samstag11:00–19:00
Sonntag11:00–19:00
Veranstaltungsort
Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst
Brandenburgisches Landesmuseum für moderne KunstUferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus (Dieselkraftwerk)

Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) wurde im Juli 2017 gegründet. Es ist das einzige Landesmuseum für Kunst im Land Brandenburg. Das BLMK ist 2017 aus der Fusion des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus und des Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) hervorgegangen. Durch diesen Zusammenschluss wurden zwei eigenständige, komplementäre Museumssammlungen zur umfassendsten musealen Ressource von Kunst aus der DDR und nachfolgenden künstlerischen Traditionslinien verbunden. Das Kunstmuseum in Cottbus wurde 1977 als Galerie Kunstsammlung für den Bezirk Cottbu s gegründet. Seitdem erlebte es eine kontinuierliche Aufwertung, zunächst zu den Staatlichen Kunstsammlungen Cottbu s (1984), dann 1991, als das Museum als Brandenburgische Kunstsammlungen Cottbus in die Verantwortung des Landes Brandenburg überging. 2004 wurde die Institution Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus. Mit dem Umzug in das Domizil im ehemaligen Dieselkraftwerk Cottbus vollzog sich der Namenswechsel zum dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (2008). In den 1990er Jahren wurde der Bestand von Kunst aus der DDR, der sich aus Malerei, Grafik, Fotografie, Plakatkunst und Skulptur zusammensetzt, um Werke internationaler Gegenwartskunst namhafter Künstler:innen erweitert. Das Museum Junge Kunst in Frankfurt ( Oder) wurde 1965 als Galerie Junge Kunst des Bezirkes Frankfurt (Oder) gegründet und ab 1990 kommunal verwaltet. Sowohl im Sammlungsbestand als auch in den jährlichen Ausstellungsprogrammen haben sich seit den 1970er-Jahren die Bezüge zu Kunst aus Polen eingeschrieben. Konsequenterweise wurde 1991 ein Sammlungsbereich Polnische Druckgrafik nach 1945 begründet. Jenes Konvolut enthält einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen polnischer Künstler bis in die Gegenwart.