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Berlin

Max Ernst bis Dorothea Tanning. Netzwerke des Surrealismus Provenienzen der Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch

Ausstellung

Die Neue Nationalgalerie zeigt in Kooperation mit dem Zentralarchiv »Max Ernst bis Dorothea Tanning. Netzwerke des Surrealismus. Provenienzen der Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch«. Hundert Jahre nach dem »Ersten Manifest des Surrealismus« (1924) eröffnet die Ausstellung neue Einblicke in die weitverzweigten Netzwerke dieser internationalen Kunstbewegung des 20. Jahrhunderts. Im Fokus stehen sowohl die Biografien der Werke, als auch die Lebenswege von zentralen Künstler:innen, Händler:innen und Sammler:innen des Surrealismus.

 

Anhand einer repräsentativen Auswahl von Gemälden und Skulpturen von Künstler:innen wie Leonora CarringtonSalvador DalíMax ErnstLeonor FiniRené MagritteJoan Miró oder Dorothea Tanning zeigt die Ausstellung die Ergebnisse des gemeinsam mit dem Land Berlin realisierten, mehrjährigen Forschungsprojekts zu den Provenienzen der Kunstwerke aus der Sammlung von Ulla und Heiner Pietzsch. Die Ausstellung macht nicht nur die vielfältigen Wege sichtbar, die die Kunstwerke des Surrealismus vor allem in den 1930er- und 1940er-Jahren genommen haben, sondern verdeutlicht auch, wie sowohl die historischen Zeitumstände, als auch persönliche Beziehungen und Netzwerke zur Verbreitung der internationalen Bewegung beitrugen.

 

Die Ausstellung zeichnet in drei Sektionen exemplarisch die ereignisreichen Wege der Gemälde und Skulpturen nach, die von Paris über Brüssel und andere europäische Städte, über die Jahre des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs bis ins mexikanische und US-amerikanische Exil reichten. Der Kreis der Surrealist:innen war geprägt durch seine komplexen Beziehungen, in denen sich Freundschafts-, Liebes- und Geschäftsverbindungen häufig überschnitten. Dementsprechend zirkulierten auch die Werke auf informellen Wegen. Die Besetzung Frankreichs durch die Deutschen ab 1940 zwang zahlreiche surrealistische Künstler:innen ebenso wie Sammler- und Händler:innen zur Flucht. Auch hier waren Beziehungen nützlich. Viele verließen Europa und emigrierten unter anderem in die USA, andere erhielten kein Visum und mussten im unbesetzten Teil Frankreichs untertauchen. Manche konnten ihre Werke mitnehmen, andere mussten sie zurücklassen.

 

Diese von Ortwechseln geprägte Phase spiegelt sich unmittelbar in den Provenienzen der Kunstwerke wider. Auf unterschiedlichste Weise belegen die Biografien der einzelnen Objekte Freundschaften und Handelsbeziehungen, ebenso wie Verlust, Verfolgung und Neuanfang. Weit über die Geschichten der einzelnen Werke hinaus eröffnen die Objektbiografien den Besucher:innen einen tiefen Einblick in die facettenreichen Netzwerke der surrealistischen Bewegung sowie in die großen politischen Herausforderungen der Zeit.

 

 

Katalog

 

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre in der Reihe »Begleithefte zur Provenienzforschung« des Zentralarchivs, das rund 20 Objektbiografien exemplarisch vorstellt und die im Projekt erforschten Provenienzen dokumentiert. Digital werden die Ergebnisse des Provenienzforschungsprojekts zum Start der Ausstellung online veröffentlicht: recherche.smb.museum

Diese Ausstellung endet in
7
Tage
17
Std
41
Min
6
Sek
Start Termin
17.10.2025
Ende Abschluss
01.03.2026
Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
10:00–18:00
Mittwoch
10:00–18:00
Donnerstag
10:00–20:00
Freitag
10:00–18:00
Samstag
10:00–18:00
Sonntag
10:00–18:00

Weiterführende Literatur