Die Kunstszene aus Los Angeles als breites Mindset nimmt in dieser Laufzeit das gesamte Museum Marta ein. Das kalifornische Lebensgefühl, aber auch hiermit verbundene Dystopien schaffen die Matrix für eine Künstler:innen-Szene, die sich bis auf aktuelle Generationen auswirkt.
Ausgewählte Werke aus der umfangreichen Sammlung Schürmann zeigen exemplarische Positionen der 1990er- und Nullerjahre und knüpfen an die sogenannten »Cool School Artists« an, die im Erdgeschoss im Zentrum stehen. Das Herzstück in der Lippold-Galerie bildet die laborartige Installation The Great See Battles of Wilhelm Schürmann (1994–95) von Jason Rhoades, die auf Fotografien des Sammlers basiert. Themen wie gesellschaftliche Brüche, Spannungen und widersprüchliche Bilder, oft im Kontext der US- amerikanischen (Konsum-)Kultur, definieren den gedanklichen Rahmen für die weiteren Skulpturen und Malereien, die hier zusammen präsentiert werden. Das Marta als Ort des Raumerlebnisses wie auch die Achse Herford-Los Angeles werden so einmal mehr in den Fokus der Ausstellungsprogrammatik gerückt.
Künstler:innen
Edgar Arceneaux, Sam Durant, Sean Duffy, Richard Hawkins, Jason Rhoades, Aura Rosenberg
Zusätzliche Inhalte und weiterführende Informationen zu den ausgestellten Werken und Themen bietet die begleitende Ausstellungs-App unter https://app.interkit.marta-herford.de/app/t8vBWctGdzteafL2q/.
Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog (Deutsch/Englisch), herausgegeben vom Marta Herford. Auf 192 Seiten versammelt die Publikation Beiträge von Hunter Drohojowska-Philp, Sylvia Lavin und Ann Kristin Kreisel sowie zwei Interviews von Marcus Herse mit Larry Bell sowie von Kathleen Rahn mit Wilhelm Schürmann. Mit einem Vorwort der Marta-Direktorin, mehr als 200 Abbildungen sowie historischen Dokumenten und Originalzitaten von Frank Gehry. Ende Juli erscheint das Buch beim Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Hardcover, 37 Euro (während der Laufzeit im Marta Shop, danach 42 Euro), ISBN 978-3-7533-1042-8. Ab sofort vorbestellbar!