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Wien

MODERN FASHION – Wiener Werkstätte & Paris

Das Leopold Museum widmet sich in einer groß angelegten Ausstellung dem Thema Mode im Kontext des Gesamtkunstwerkes Wien 1900. Unter dem Titel MODERN FASHION. Wiener Werkstätte & Paris wird sich die Präsentation mit der Entwicklung der Wiener Mode um 1900 bis ca. 1930 auseinandersetzen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts läuteten Henry van de Velde und Anna Muthesius eine Revolution in der Mode ein: Die Ablehnung des Korsetts und die Einführung des Reformkleides bilden einen bedeutenden Paradigmenwechsel in der europäischen Frauenkleidung.

 

In der Schau wird die 1911 gegründete Modeabteilung der Wiener Werkstätte in den Fokus gerückt sowie insbesondere der fruchtbare Austausch zwischen Wien und Paris, die Modemetropole par excellence, beleuchtet. Der damalige »King of Fashion«, Paul Poiret, der eng mit Künstler:innen zusammenarbeitete, stand im Austausch mit der Wiener Werkstätte. Modedesignerin Emilie Flöge reiste regelmäßig nach Paris, um aktuelle Trends zu studieren und die Wiener Werkstätte nahm mit ihrer Mode und zahlreichen weiteren Produkten an internationalen Ausstellungen teil.

 

Arbeiten von Sonia Delaunay, Raoul Dufy, Emilie Flöge, Mathilde Flögl, Josef Hoffmann, Gustav Klimt, Mela Koehler, Otto Lendecke, Maria Likarz-Strauss, Koloman Moser, Dagobert Peche, Paul Poiret, Egon Schiele oder Eduard Wimmer-Wisgrill werden in der Schau vertreten sein.

Diese Ausstellung beginnt in
125
Tage
18
Std
26
Min
29
Sek
Termine
Start26.02.2027
Ende27.06.2027
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstaggeschlossen
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Leopold Museum Wien
Leopold Museum WienMuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Das Leopold Museum beherbergt mit über 8.000 Werken eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen österreichischer Kunst der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Moderne. An keinem anderen Ort kann der Kunstbegriff und die Geisteswelt von »Wien um 1900« so unmittelbar erlebt und können kunstgeschichtliche Entwicklungen vom Biedermeier zum Stimmungsimpressionismus oder vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit so tiefgehend verfolgt werden. Der Bestand des Leopold Museum geht auf die Sammlertätigkeit des Ehepaars Rudolf und Elisabeth Leopold – beide promovierte Augenärzte – zurück, die diese einzigartige Sammlung ab den 1950er-Jahren im Laufe von fünf Jahrzehnten mit großer Kennerschaft anlegten. Ihre Kunstleidenschaft machte nicht Halt vor Künstlern, die – wie Egon Schiele und Gustav Klimt – noch bis in die 1960er-Jahre als verpönt galten und zu vergleichsweise geringen Summen erworben werden konnten. Mit über 220 Werken konnte so die weltweit umfangreichste Egon Schiele-Sammlung begründet werden. 1994 brachte Rudolf Leopold einen großen Teil seiner Kunstschätze – 5.200 Werke mit einem Gesamtwert von geschätzten rund 570 Mio. Euro – gegen eine durch die Republik Österreich und die Oesterreichische Nationalbank geleistete Zahlung von 160 Mio. Euro in die Leopold Museum-Privatstiftung ein. Daneben besteht weiterhin ein Teil der Sammlung als Privatsammlung Leopold fort. Die eingebrachte Sammlung zog 2001 in das eigens dafür begründete und von den Architekten Laurids und Manfred Ortner entworfene Leopold Museum im MuseumsQuartier ein, dessen Direktor Rudolf Leopold bis zu seinem Tod am 29. Juni 2010 war. Neben dem Erhalt der Sammlung, der öffentlichen Präsentation und der wissenschaftlichen Aufarbeitung ist die Erweiterung der Sammlung durch Ankäufe oder die Präsentation von Dauerleihgaben heute eines der zentralen Anliegen des Leopold Museum.

Weiterführende Literatur