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Kassel

Mohammed Sami – Hostless

In seiner neuen Werkserie Hostless beschäftigt sich Mohammed Sami vorwiegend mit Innenräumen. Die Gemälde werden zu einem Ort für Erinnerungsprozesse, geistige Vorgänge, bei denen die Abstraktion ins Stocken gerät und etwas Beunruhigendes langsam durchsickert. Räume werden zu spektralen Tresoren, die die Überreste von Geschehnissen bergen, die sich trotz vorhandenem Beweismaterial bereit erklärt haben, unbenannt zu bleiben. Diese Innenräume sind in ihrer Unruhe wörtlich zu nehmen, doch in ihrer Bedeutung schwer fassbar. Sie zittern vor einer Körperlichkeit, die die Malerei als Praxis nicht vollständig definieren oder eingrenzen will. Objekte verhalten sich wie schwebende Bedeutungsträger, die auf abwesende Gewalt oder eine erst durch Distanz erträglich gemachte Erinnerung hinweisen. Die Formensprache seiner neuen Gemälde lässt das »Grauen« zu einem optionalen Element für die Betrachtenden werden, das nicht inszeniert, sondern still geduldet wird und sich durch die hartnäckige Materialität dessen offenbart, was übrig bleibt. Nach Präsentationen von Samis Werken in England, Italien, den Niederlanden und Irland zeigt das Fridericianum nun die erste institutionelle Ausstellung des Künstlers in Deutschland.

Diese Ausstellung endet in
74
Tage
1
Std
2
Min
17
Sek
Termine
Start03.10.2026
Ende03.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–20:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Fridericianum
Museum FridericianumFriedrichsplatz 18, 34117 Kassel

Das Fridericianum wurde im Jahr 1779 als eines der weltweit ersten öffentlichen Museen gegründet. Seit 1988 ist es eine international renommierte Kunsthalle. Auf über 2000 Quadratmeter Ausstellungsfläche wird ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunst gezeigt – von Neuentdeckungen bis hin zu etablierteren Positionen. Nach Veit Loers (1987–1995), René Block (1997–2006), Rein Wolfs (2008–2013) und Susanne Pfeffer (2013–2017) hat seit November 2018 Moritz Wesseler die Leitung des Fridericianum inne. Im Fokus seines Programms stehen sowohl Künstler:innen, denen in Deutschland institutionell bislang noch keine Plattform geboten wurde, als auch historische Positionen, die es wiederzuentdecken gilt. Begleitet werden die Ausstellungen von umfangreichen Bildungs- und Vermittlungsangeboten, die inhaltlich eng entlang der jeweils aktuellen Schau konzipiert sind. Sie sprechen individuell, auf verschiedene Alters- und Interessengruppen zugeschnitten, ein breites Publikum ebenso an wie Kunstexpert:innen. Unabhängig von dieser Programmatik macht ein facettenreiches Veranstaltungsprogramm das Haus zu einem lebendigen Ort des Austauschs über zeitgenössische Kulturproduktion. So lädt das Fridericianum im Rahmen der Veranstaltungsreihe »FF – Live im Fridericianum« regelmäßig internationale Künstler:innen zu Gesprächen, Performances, Filmvorführungen und anderen Formaten ein.