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Saarbrücken

Monira Al Qadiri

Mit BENZENE FLOAT verwandelt Monira Al Qadiri das Atrium der Modernen Galerie in eine schillernde Landschaft aus schwebenden Molekülen. Vier überdimensionale, aufblasbare Skulpturen greifen die räumlichen Modelle petrochemischer Verbindungen auf – Stoffe wie Benzol oder Naphthalin, die aus Erdöl und Erdgas gewonnen werden und unseren Alltag auf vielfältige Weise prägen. Diese verborgene Welt wird durch die monumentalen, farbig schimmernden Formen sichtbar gemacht. Ihre spielerische Leichtigkeit steht dabei in bewusstem Kontrast zur enormen Bedeutung petrochemischer Stoffe: Sie ermöglichen modernen Komfort und technologischen Fortschritt, sind zugleich aber untrennbar mit Ressourcenverbrauch und Umweltzerstörung verbunden. Zwischen Faszination und Irritation eröffnet BENZENE FLOAT einen neuen Blick auf die Materialien, die unsere Gegenwart formen – und lädt dazu ein, über ihre Auswirkungen auf unsere Zukunft nachzudenken.

Diese Ausstellung endet in
74
Tage
0
Std
57
Min
3
Sek
Termine
Start15.08.2026
Ende03.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–20:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Moderne Galerie Saarbrücken
Moderne Galerie SaarbrückenBismarckstraße 11–15, 66111 Saarbrücken

Die Moderne Galerie zählt zu den führenden Museen in Südwestdeutschland und ist die museale Leitinstitution des Saarlandes. Geprägt durch ihre grenznahe Lage, entfalten sich ihre reichen Bestände vom Impressionismus bis zur Gegenwart im Dialog insbesondere zwischen französischen und deutschen Strömungen. Eigene Schwerpunkte von hohem Rang bilden die Malerei der Berliner Secession, der deutsche Expressionismus sowie die Kunst der École de Paris und des Informel. Das Museum beherbergt den Nachlass des Bildhauers Alexander Archipenko und verfügt über umfangreiche Grafische und Fotografische Sammlungen, wobei letztere direkt auf den Begründer der »subjektiven« in Saarbrücken, Otto Steinert, zurückgeht. Das Museumsgebäude zählt zu den wegweisenden Museumsbauten der frühen Bundesrepublik. Entworfen von dem St. Ingberter Architekten Hanns Schönecker und in drei Bauabschnitten zwischen 1965 und 1976 realisiert, genießt es heute aufgrund seines hohen architekturgeschichtlichen Ranges Denkmalschutz. Mit ihrer 2017 eröffneten Erweiterung, realisiert von Kuehn Malvezzi / Michael Riedel hat die Moderne Galerie einen entscheidenden Schritt in die Zukunft getan. Sie kann seither nicht nur ihre umfangreichen Sammlungen in viel größerem Maße zeigen, sondern öffnet sich auch stärker der zeitgenössischen Kunst.

Weiterführende Literatur