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Magdeburg

Mythos Luise – Eine Präsentation anlässlich des 250. Geburtstages der Königin

Luise von Mecklenburg-Strelitz (1776–1810) war seit 1797 Königin von Preußen und aufgrund ihrer Volksnähe bereits zu Lebzeiten populär. Nach ihrem frühen Tod steigerte sich ihre Beliebtheit zunächst zu einem preußisch-patriotischen und Jahrzehnte später, nach Erlangung der Kaiserwürde ihres Sohnes Wilhelm, sogar zu einem deutsch-nationalen Mythos.

 

Ihre Popularität ist vergleichbar mit jener der österreichischen Kaiserin Sissi oder der britischen Prinzessin Diana. Alle drei verband neben einem blendenden Aussehen eine liebenswert volksnahe Ausstrahlung – verbunden mit dem Fremdeln mit der höfischen Etikette – und letztendlich ein tragisches Schicksal. Das Kulturhistorische Museum erinnert in der Sonderschau an die tiefe Verbundenheit der Magdeburger mit dieser »admirablen« Frau.

 

Karl Immermann (1796–1840), ein Sohn der Stadt, beschrieb noch Jahrzehnte später seine kindlichen Eindrücke und die Begeisterung seiner Mitbürger während des Besuchs von König Friedrich Wilhelm III. und seiner Frau Luise. Diese Zuneigung war gegenseitig.

 

Während des Friedensschlusses von Tilsit 1807 intervenierte Luise persönlich bei Napoleon zugunsten Magdeburgs. Trotz der Erfolglosigkeit dieses Versuchs galt Luise
fortan, ähnlich wie Editha, als Schutzpatronin der Stadt.

 

Die Sonderschau im oberen Foyer zeigt ausgewählte Exponate, die zu Lebzeiten Luises oder posthum entstanden und so einen Eindruck ihrer zeitgenössischen Rezeption sowie ihres Nachruhms vermitteln.

Diese Ausstellung beginnt in
8
Tage
14
Std
28
Min
33
Sek
Termine
Start12.11.2026
Ende10.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–17:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Kulturhistorisches Museum MagdeburgOtto-von-Guericke Straße 68–73, 39104 Magdeburg

»Das Kaiser Friedrich Museum will ein Haus sein, das jedem Bewohner der Stadt das Verstehen der Kulturwelt, in der er lebt, erleichtert und damit seine Freude am Dasein vertieft« , so beschrieb der Gründungsdirektor Theodor Volbehr (1862–1931) zur Eröffnung 1906 die Aufgabe seines Museums. Das Kulturhistorische Museum Magdeburg ist aus dem ehemaligen Kaiser Friedrich Museum hervorgegangen und befindet sich bis heute in dem historischen Gebäude, das im Jahr 1906 seine Tore öffnete. Auch wenn wir heute modernere Begriffe verwenden, so ist doch die Aufgabe unseres Museums dieselbe geblieben: Wir stellen die Geschichte Magdeburgs in einen europäischen Kontext und ermöglichen den Magdeburgern und auswärtigen Besuchern Magdeburgs die Auseinandersetzung mit der Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt und Europas. Das berühmteste Denkmal unseres Hauses ist der Magdeburger Reiter. Haben Sie ihn schon im Original gesehen? Der Magdeburger Reiter und seine beiden Begleitfiguren stehen heute in einem der schönsten Räume der Stadt, dem mittelalterlich anmutenden Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg. Hier erwartet Sie neben dem Magdeburger Reiter, dem ältesten freistehenden Reiterstandbild nördlich der Alpen (ca. 1240), sowie das Monumentalgemälde von Arthur Kampf »Drei Wandbilder aus dem Leben Ottos des Großen« von 1906. In der Dauerausstellung »Magdeburg – Die Geschichte der Stadt« verfolgt man den turbulenten Werdegang der mittelalterlichen Metropole, ihre zweifache vollständige Zerstörung (1631 und 1945), den jeweiligen Wiederaufbau, das Leben in der preußischen Festungsstadt, die Stadt des »Neuen Bauens« in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, die Zeit der DDR bis zur »friedlichen Revolution« von 1989 und der Ernennung Magdeburgs zur Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Regelmäßig bieten wir Sonderausstellungen zu besonderen Themen der Kunst- und Kulturgeschichte an.

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