Die Ausstellung widmet sich dem umfangreichen zeichnerischen Werk der in Hamburg geborenen und in Berlin lebenden Zeichnerin Nanne Meyer (*1953). Unter dem spielerisch-poetischen Titel Gezieltes Umherirren eröffnen ihre Arbeiten im historischen Gebäude der Karlsruher Orangerie unerwartete Wege zum Schauen, Sich-Verlieren und Neu-Finden.
Präsentiert werden über 300 Werke der Künstlerin, darunter zahlreiche Serien und Einzelarbeiten, die erst kürzlich für das Karlsruher Projekt entstanden sind. Nanne Meyer widmet sich seit über 40 Jahren ausschließlich der Zeichnung. Mit teils vorgefundenen Materialien und vielfältigen Techniken begreift sie die Zeichnung als Mittel des Sehens und Reflektierens – des Erlebten wie des Imaginierten. Zeichnerisch stellt die Künstlerin die großen Fragen nach unserem Dasein, unserem Werden und Vergehen und unserer Position in einem unendlich scheinenden Kosmos. In Bezugnahme auf den Ausstellungsort der Orangerie kreisen viele ihrer neu entstandenen Arbeiten um das Thema der Orange: Thema der Orange: als Frucht, kulturelles Symbol und als leuchtende Metapher zwischen Mythos und Kosmos.

