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Schweinfurt

Netzwerk Rom. Die Kunst der Deutschrömer

Eine Kooperation mit dem Martin von Wagner-Museum der Universität Würzburg
zum 250. Geburtstag Martin von Wagners

 

Im Fokus der Ausstellung steht die Stadt Rom als soziales und intellektuelles Zentrum für deutschsprachige Kunstschaffende im 19. Jahrhundert. Zur Selbstorganisation fern der Heimat und ohne institutionelle Anbindung gezwungen, wird hier die Netzwerkbildung zur besonderen Kunst der zumeist noch jungen und freischaffenden Künstler. Die daraus resultierenden personellen Konstellationen dienen jedoch nicht nur der praktischen Alltagsbewältigung, sondern führen auch zu Diskursen und Entdeckungen, die ihren Ausdruck in der Kunst der Deutschrömer von 1790 bis 1900 finden.

 

Am Beispiel von Gemälden und Zeichnungen berühmter Deutschrömer wie Joseph Anton Koch, Johann Christian Reinhart, Franz Ludwig Catel, Ludwig Richter, Anselm Feuerbach oder Arnold Böcklin werden die Stadt Rom und ihr urbaner Wandel im 19. Jahrhundert gezeigt, die Wege von Künstlerpersönlichkeiten nach und in Rom nachgezeichnet und Künstlergruppen mit ihren wichtigsten Kunstprojekten ebenso vorgestellt wie die Modelle und Motive der Künstler, die sie in der Ewigen Stadt oder ihrer unmittelbaren Umgebung finden.

 

Mit bis zu 150 Werken aus dem Bestand des Museums Georg Schäfers sowie aus dem Nachlass des bayerischen Kunstagenten und Wahlrömers Martin von Wagner.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Kuratiert von Damian Dombrowski (Martin von Wagner-Museum der Universität Würzburg) und
Ulf Dingerdissen (Museum Georg Schäfer)

Diese Ausstellung beginnt in
122
Tage
0
Std
54
Min
24
Sek
Termine
Start21.02.2027
Ende30.05.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–20:00
Mittwoch11:00–17:00
Donnerstag11:00–17:00
Freitag11:00–17:00
Samstag11:00–17:00
Sonntag11:00–17:00
Veranstaltungsort
Museum Georg Schäfer
Museum Georg SchäferBrückenstraße 20, 97421 Schweinfurt

Im Jahr 2000 wurde das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt eröffnet und erregt bis heute internationale Aufmerksamkeit – auch als architektonisches Meisterwerk von Volker Staab. Es beherbergt eine einzigartige Sammlung deutscher Malerei und Zeichenkunst von 1760 bis 1930. Dazu zählen bedeutende Werkgruppen einzelner Maler wie z.B. Caspar David Friedrich, Carl Spitzweg, Ferdinand Waldmüller, Adolph von Menzel bis zu den Impressionisten Max Slevogt, Lovis Corinth und Max Liebermann. Anspruchsvolle Wechselausstellungen mit Leihgaben beleuchten zudem eine Epoche unserer Geschichte, die voller gesellschaftlicher und politischer Spannungen war. Auch in der Kunstwelt gab es unterschiedliche, oft geradezu gegensätzliche Strömungen. Zeitgleich zum Ruf nach einem neuen deutschen Nationalstil entstand etwa die L’art-pour-l’art-Bewegung; es folgten Umbrüche, Umwertungen, ein mehrfacher Stilwandel – und nicht zuletzt die Geburt der Moderne. In Qualität und Umfang steht die Sammlung Georg Schäfer in einer Reihe mit den Kollektionen deutscher Kunst in der Alten Nationalgalerie Berlin und der Neuen Pinakothek in München. Angelegt wurde sie ab den 1950er Jahren von dem Schweinfurter Großindustriellen und Sammler Dr.-Ing. e.h. Georg Schäfer (1896–1975). Zu seinen Lebzeiten wurden bereits viele Kunstwerke als Leihgaben in bedeutenden Museen gezeigt, dagegen konnten seine Museumsplanungen, u.a. von Ludwig Mies van der Rohe, noch nicht realisiert werden. Von seinen Erben wurden rund 1000 Gemälde und 4650 Zeichnungen, der Kern seiner Kollektion, in die 1997 gegründete Sammlung-Dr.-Georg-Schäfer-Stiftung eingebracht und seither durch umfangreiche Zustiftungen (2005, 2016, 2017) und weitere wichtige Leihgaben vermehrt. Damit beherbergt das Museum Georg Schäfer die bedeutendste Privatsammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts aus dem deutschsprachigen Raum.