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Heidelberg

Nows – Nora Schultz

Vom 4. Dezember 2026 bis zum 14. Februar 2027 zeigt der Heidelberger Kunstverein die Ausstellung der aus Frankfurt am Main stammenden Künstlerin Nora Schultz, aktuell Professorin für Bildhauerei und Installation an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

 

Schultz entwickelt vielfach raumgreifende Installationen, welche die Struktur des Ausstellungsortes einbeziehen und umcodieren. Neben skulpturalen Elementen – häufig unter Einbezug von Glas, Gummi und Zinn – umfassen ihre Rauminstallationen Formate wie Video, Ton, Zeichnung, Text, Druck und Performance. Mittels dieser ineinandergreifenden Medien begreift sie ihre Arbeit als »mehrdimensionale/multiperspektivische Konstruktion«. Durch die Auseinandersetzung mit Zeitstrukturen, Sprach- und Aufnahmesystemen, Alltagsgegenständen und kulturellen Verschiebungen erweitert sie normative Konzepte des skulpturalen Prozesses. Die Beobachtung und kritische Aktivierung des Raumes oder der institutionellen Struktur, in denen ihre Arbeit verortet ist, bilden dabei Schlüsselelemente ihres künstlerischen Schaffens. Sie betrachtet Skulptur und Installation als Werkzeuge, um ein soziales, politisches, physisches wie sinnliches Bewusstsein für Objekte, Bedingungen und Beziehungen zu schärfen und sich gegenüber gegebenen Voraussetzungen neu zu positionieren – womöglich, um diese so zu verändern.

 

Im Zentrum der Ausstellung stehen Überlegungen zu Zeit und Gravitation, die in abstrakten Skulpturen – von Schultz als »Clocks«, also Uhren, verstanden – manifest werden. Gefertigt aus Glas, Glasfaserstäben, dünnem Aluminiumdraht und Zinngüssen, erzählen diese von Schwerkraft, von strukturellen Untersuchungen, von Notationen und Zeichnungen, von Zeiteinheiten und nicht zuletzt auch von der Komplexität von Skulptur. Zentrale Momente sind dabei Verschiebung, Destabilisierung und Transformation. So scheinen sich die Arbeiten oft in einem prekär-fragilen Zustand zu befinden: Sie drohen bildlich aus dem Gleichgewicht zu geraten, jedoch stets nur so weit, dass sie gerade noch ihren Zusammenhalt bewahren. Alle Elemente eint das gemeinsame Streben, sich einer Raum-Zeit-Entität zu nähern, die beispielsweise auf Vorstellungskraft oder Erinnerung gründet.

Diese Ausstellung beginnt in
31
Tage
10
Std
31
Min
26
Sek
Termine
Start04.12.2026
Ende14.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00