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Berlin

Objekte. Geschichte. Geschichten – Blick in die Sammlung

Ein Königsberger Brettspielkasten aus Bernstein von 1607, der Morgenrock der Königin Luise von 1806, das Plakat zur Ausstellung »40 Jahre DDR« in Ost-Berlin oder das Stockbett aus einer Unterkunft für Geflüchtete in Kassel von 2015 – die Sammlung des Deutschen Historischen Museums umfasst etwa eine Million Objekte deutscher Geschichte. Das DHM präsentiert eine Auswahl von rund 200 teilweise noch nie gezeigten Beständen, überraschenden Funden und Neuzugängen in der Ausstellung »Objekte. Geschichte. Geschichten. Blick in die Sammlung«. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Praxis des Sammelns und befragt die vorgestellten Exponate nach ihrer Herkunft und Bedeutung. 

 

Im ersten Teil widmet sich die Ausstellung der Sammlung des DHM als solcher, die im Verlauf ihres 150-jährigen Bestehens selbst zu einem historischen Zeugnis geworden ist. Der Rundgang folgt prägenden Epochen der wechselvollen Hausgeschichte zwischen 1883 und 2006: der »Ruhmeshalle der preußisch-brandenburgischen Armee«, dem Heeresmuseum des NS-Regimes, dem Museum für deutsche Geschichte der DDR und der Zusammenführung mit dem 1987 in West-Berlin gegründeten DHM. 

 

Die Sammlungsschau betrachtet Geschichte unter einem besonderen Blickwinkel: Geschichte wird zumeist als Abfolge und Veränderung in der Zeit verstanden. Sie erzählt aber auch vom Wandel im Raum. Im zweiten Teil der Ausstellung rücken deshalb Orte, Schauplätze und Regionen in den Fokus. Ausgewählte Objektgeschichten erzählen von umkämpften Herrschaftsräumen und höfischer Diplomatie, von Kolonisierung und der Erschließung neuer Handelsrouten ebenso wie von verschwundenen Orten, von Grenzen, Flucht und Exil.

Diese Ausstellung endet in
374
Tage
14
Std
23
Min
32
Sek
Termine
Start08.05.2026
Ende31.10.2027
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Deutsches Historisches Museum
Deutsches Historisches MuseumUnter den Linden 2, 10117 Berlin; Eingang: Pei-Bau, Hinter dem Gießhaus 3, 10117 Berlin

Das Deutsche Historische Museum ist Deutschlands nationales Geschichtsmuseum und eines der größten Geschichtsmuseen der Welt. In Berlins historischer Mitte gelegen versteht es sich als Ort zur Stärkung historischer Urteilskraft, an dem übergreifende philosophische, ethische und historische Fragen verhandelt werden. Das Deutsche Historische Museum wurde 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin von der damaligen Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin gegründet. Im Rahmen des Vertrags zur deutschen Wiedervereinigung wurden die Gebäude und Sammlungen des Museums für Deutsche Geschichte (MfDG), das zentrale Geschichtsmuseum der DDR, in den Besitz des Deutschen Historischen Museums überführt. So wurde das Deutsche Historische Museum mit der Wiedervereinigung 1990 zu einem gesamtdeutschen Museum für Geschichte. Aktuell entsteht eine neue Ständige Ausstellung, die die deutsche Geschichte in ihren internationalen Bezügen zeigt und neue Akzente setzen wird. Die vormalige Präsentation im Zeughaus »Deutsche Geschichte vom Mittelalter bis zum Mauerfall« ist aus diesem Grund seit Ende Juni 2021 nicht mehr zu sehen. Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen sind der Zeughaushof und das Zeughaus ebenfalls nicht zugänglich. In der direkt angrenzenden Ausstellungshalle, dem Pei-Bau, widmet sich ein vielfältiges Ausstellungsprogramm prägenden Ereignissen, Entwicklungen und Personen der deutschen Geschichte im europäischen Zusammenhang. Die Sammlungen des Deutschen Historischen Museums umfassen heute rund eine Millionen Objekte. Einen großen Teil der Exponate stellt das Deutsche Historische Museum der Forschung und interessierten Öffentlichkeit online in seiner Datenbank zur Verfügung. Zum Deutschen Historischen Museum gehören auch eine öffentliche Präsenzbibliothek mit einer umfangreichen Abteilung für Handschriften sowie alten und wertvollen Drucken. Unabhängig vom Museumsbesuch bieten unsere digitalen Angebote die Möglichkeit, Näheres zu den Ausstellungen und Themenschwerpunkten zu erfahren, Neues zu entdecken, sich zu informieren und einen spannenden Einblick in die Museumsarbeit zu erhalten. Das Lebendige Museum Online (LeMO) ist ein Online-Portal zur deutschen Geschichte in Kooperation mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und dem Bundesarchiv. Es lädt dazu ein, wissenschaftlich fundierte Informationen sowie eine große Sammlung an Text- und Bildquellen zur europäischen Geschichte von 1815 bis zur Gegenwart zu entdecken, zu recherchieren und sich zu informieren. Das Zeughauskino im Pei-Bau mit seiner Sammlung historischen Filmmaterials zeigt thematisch und monographisch ausgerichtete Filmreihen aus dem gesamten Spektrum der deutschen und internationalen Filmgeschichte. Darunter sind Programme, die an die Themen der jeweiligen Wechselausstellungen anknüpfen. Darüber hinaus ist es Spielort zahlreicher Festivals und Filmtage.