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Altenburg/Thüringen

Oh, wie schön! Frisch restaurierte Werke aus den Altenburger Museen

Die Altenburger Museen beschäftigen eine der größten musealen Restaurierungswerkstätten Thüringens mit dem Ziel, ein Kompetenzzentrum zu etablieren, das über die Grenzen Altenburgs hinauswirkt. Es soll künftig auch anderen Ausstellungshäusern als Beratungs- und Servicestelle zur Seite stehen. Bereits heute wird der ebenso vielgestaltige wie umfangreiche Bestand des Lindenau-Museums und des Residenzschlosses Altenburg von hauseigenen Spezialistinnen und Spezialisten, angefangen von der Gemälde- über die Papier- bis hin zur Gipsrestaurierung, nach neuesten Maßstäben konserviert und restauriert.

 

Die KUNSTWAND »Oh, wie schön!« gibt im Lindenau-Museum Altenburg „Kunstgasse 1“ Einblick in die Arbeit der Papierrestaurierung und zeigt Schadensbilder vor der Restaurierung der Exponate sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen zur Wiederherstellung und zu den aktuellen Forschungsständen. Dabei werden zugleich die verschiedenen Gebiete der Papierrestaurierung vorgestellt, die oft im Hintergrund wirkt und doch von zentraler Bedeutung für den Museumsbetrieb ist. Die Besucherinnen und Besucher der KUNSTWAND können sich auf eine vielgestaltige Präsentation von Grafiken und Zeichnungen aus den Beständen des Lindenau-Museums, der Stiftung Gerhard Altenbourg und des Schlossmuseums freuen. Dabei finden auch Restaurierungsprojekte aus dem Altenburger Praxisjahr für Kunstgut- und Denkmalrestaurierung Einzug in die Schau.

Termine
Start17.07.2026
Ende18.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag12:00–18:00
Mittwoch12:00–18:00
Donnerstag12:00–18:00
Freitag12:00–18:00
Samstag12:00–18:00
Sonntag12:00–18:00
Veranstaltungsort
Lindenau-Museum Altenburg
Lindenau-Museum AltenburgKunstgasse 1, 04600 Altenburg/Thüringen

Das Lindenau-Museum beherbergt eine der kostbarsten Spezialsammlungen früher italienischer Tafelbilder weltweit. Die auf Holz gemalten Bilder des 13. bis 16. Jahrhunderts zeigen die Entwicklung der italienischen Malerei und begründen den internationalen Rang des Museums. Sie sind dem Naturwissenschaftler, Staatsmann und Mäzen Bernhard August von Lindenau (1779–1854) zu verdanken und seit 1848 der Öffentlichkeit zugänglich. Lindenau trug außerdem antike Keramiken, Gipsabgüsse und eine wertvolle Kunstbibliothek zusammen und gründete eine Zeichenschule. Für seine Sammlungen, die er testamentarisch dem Herzogtum Sachsen-Altenburg vermachte, wurde eigens das 1876 eröffneten prachtvolle Neorenaissance-Gebäude am Fuße des Schlossparks erbaut. Ergänzend kommen Kollektionen mit deutscher, italienischer, niederländischer und französischer Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts, deutscher Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Plastik, vorwiegend des 19. und 20. Jahrhunderts, hinzu. Nach 1945 wurde vor allem Graphik und Malerei von Künstlern aus Berlin, Chemnitz, Dresden und Leipzig gesammelt. Ein Schwerpunkt bei Malerei und Graphik liegt auf der Kunst der 1920er Jahre und der Klassischen Moderne. In der Graphischen Sammlung befindet sich eine der umfangreichsten Kollektionen von illustrierten Mappenwerken des Spätexpressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Zudem besitzt das Museum den weltweit größten Bestand von Werken Gerhard Altenbourgs (1926–1989). Dank einer großzügigen Förderung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Thüringen wird das Lindenau-Museum in den kommenden Jahren vollständig saniert und deutlich erweitert. Eine kleine Dauerausstellung und die Kunstschule sind übergangsweise in einem Interim in der Kunstgasse 1 untergebracht. Interim in der » Kunstgasse 1 « Bis zur Wiedereröffnung sind eine kleine Dauerausstellung, ein Schaudepot sowie Präsentationen an der KUNSTWAND in der Kunstgasse 1 zu sehen, während Sonderausstellungen des Lindenau-Museums Altenburg im Prinzenpalais des Residenzschlosses Altenburg präsentiert werden. In der Kunstgasse 1 hat auch das studio – die Kunstschule des Lindenau-Museums – seinen Platz gefunden. In den sechs unterschiedlichen studio-Bereichen besteht die Möglichkeit, verschiedene künstlerische Techniken kennenzulernen. Unter professioneller Anleitung von Künstlerinnen und Künstlern werden hier Kurse, Workshops und Offene Werkstätten für alle Altersgruppen angeboten.

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