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Sindelfingen

Olia Lialina – online since 1996

Olia Lialinas Ausstellung online since 1996 gibt anhand von Arbeiten aus den vergangenen 30 Jahren einen umfassenden Einblick in das Schaffen der Netzkunst Pionierin.

 

Als Teil der ersten Generation von Net Art Künstlerinnen und Künstlern, nutzte Lialina von Beginn an die technischen Komponenten des Internets, um browserbasierte Arbeiten zu schaffen, die maßgeblich zur Etablierung eines vollkommen neuen künstlerischen Mediums und einer neuen Immaterialität in der Kunst beitrugen.

 

Schon früh erforschte sie sowohl dessen erzählerischen Möglichkeiten als auch die Erscheinungen einer Online-Kultur, die gerade erst im Begriff war sich zu formieren und die eigenen Strukturen und Daseinsformen zu entwickeln. Wie eine digitale Archäologin archiviert und konserviert sie in vielen Werken und Serien die ästhetischen Potentiale dieser Anfänge.

 

Ihre Arbeiten zeigen, dass das Web zunächst ein heterogener, demokratischer Raum war, der die Kreativität der Nutzerinnen und Nutzer sowie individuelle Ausdrucksweisen gleichermaßen herausforderte und ermöglichte. Erst die Vereinnahmung durch kommerzielle Interessen, verbunden mit der Prämisse der »Nutzerfreundlichkeit«, führte zu jenen glatten Benutzeroberflächen, die das Internet, wie wir es heute kennen, prägen.

 

In Olia Lialinas Praxis schwingt somit stets eine medienkritische Dimension mit, die offenlegt, was für gewöhnlich im Verborgenem bleibt. Ihre Werke sind auch ein Plädoyer an uns Nutzerinnen und Nutzer, uns selbst zu ermächtigen und die technischen Mechanismen hinter digitalen Benutzeroberflächen zu verstehen, um uns so den freien und dezentralen Charakter des World Wide Webs wieder anzueignen.

 

Kuratorin: Hannah Eckstein-Glenz
Kuratorische Assistenz: Roberta Čebatavičiūtė

Termine
Start28.06.2026
Ende11.10.2026
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Galerie Stadt Sindelfingen
Galerie Stadt SindelfingenMarktplatz 1, 71063 Sindelfingen

Die Galerie Stadt Sindelfingen wurde 1990 als ein Ort für zeitgenössische Kunst gegründet, der die Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen und ästhetischen Erfahrungen ermöglicht. Die Galerie befindet sich im Stadtzentrum und ist in einem klassizistischen Bau untergebracht, der von dem Berliner Architekten Josef Paul Kleihues zu einem Museum umgebaut und mit einem Neubau, dem Oktogon, erweitert wurde. Mit der Sammlung Lütze verfügt die Galerie über bedeutende Werke moderner und zeitgenössischer Kunst. Das Museum versteht sich als Ausstellungs- und Produktionsort mit dem Schwerpunkt auf vorwiegend jüngere Positionen. In enger Zusammenarbeit mit den Künstler:innen werden innerhalb einer Fragestellung ortsbezogene Arbeiten und Ausstellungen entwickelt und dann in Gruppen- oder Einzelpräsentationen gezeigt. Zusammen mit etablierten Positionen wird der aktuelle Diskurs abgebildet und durch Neuproduktionen erweitert. Die Sammlung der Galerie wird unter dem Aspekt der jeweiligen Wechselausstellung im Kabinett Lütze präsentiert und bildet den kunsthistorischen Kontext für die jeweiligen zeitgenössischen Positionen. Im Schaufenster Junge Kunst sind Künstler:innen, die am Beginn ihrer Karriere stehen, eingeladen, sich in einem experimentellen Rahmen auszuprobieren und eine erste institutionelle Ausstellung zu zeigen. Zahlreiche Ausstellungen und Projekte werden in Kooperationen und Unterstützung mit regionalen wie auch nationalen Institutionen und Partnern durchgeführt. Diese sind unter anderem das Institut français Stuttgart, die Kunststiftung Baden-Württemberg, Kunst + Projekte Sindelfingen e.V., Kunsthalle Mannheim, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Arndt Gallery Berlin, Neuer Berliner Kunstverein, Helmut Fischer Stiftung und Mercedes-Benz Werk Sindelfingen.

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