Seit März 2026 arbeiten Künstler:innen des VdDK*1844 in den Depots und mit den Sammlungen des Stadtmuseums Düsseldorf, um ein künstlerisches Vorhaben zu realisieren. In den kommenden Monaten werden in ausgewählten Projekträumen des Museums Ausstellungen erste Ergebnisse gezeigt werden. Dabei kann es sich um abgeschlossene Arbeiten oder auch um Prozess-Skizzen handeln.
Frauke Berg, Das Festmahl
Gabriele Horndasch, CARTES POSTALES
[…] Frauke Berg hat sich mit dem Grafischen Kabinett und den Kupferstichen von Franz und Abraham Hogenberg beschäftigt und ist dort auf das historischen Ereignis von außergewöhnlicher Ambivalenz gestoßen: die Hochzeit Jakobe von Badens mit Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg im Jahr 1585. […]
Die Künstlerin interessiert sich in ihrer Arbeit mit der Gleichzeitigkeit von Exzess und Katastrophe. Was erzählen die Bilder – und was bleibt außerhalb ihres Rahmens? Die Dekadenz der höfischen Gesellschaft wird zum Ausgangspunkt für eine künstlerische Auseinandersetzung mit Jakobe von Baden, aber auch mit gegenwärtigen Kriegen, gesellschaftlichen Verwerfungen und den blinden Flecken historischer wie heutiger Bildproduktion. Zu sehen sind erste Zeichnungen und Skizzen dieser Auseinandersetzung. 2027 möchte ich die Arbeit weiterführen und in einem Zuckerbankett räumlich und materiell erweitern.
Gabriele Horndasch hat bei Besuchen der Depots des Stadtmuseums eine Archivarin und einen Archivar beim Sortieren der gesammelten Postkarten des Carl Lauterbach gefunden. Sie entschied sich, auf Fotografien basierenden Konvolute aus der Zeit des ersten Weltkriegs, des zweiten Weltkriegs und das der »Pinups« zur Betrachtung auszusuchen. Geschichte in ihrem Bildmedium betrachten. Sie filmt Vorderseiten, Rückseiten und Hände, die die Postkarten drehen und wenden und entwickelt so eine Mehrkanal-Videoinstallation.
Die Reihe open source, artists in residence wird unterstützt durch die Sparkassen Kulturstiftung Rheinland