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Frankfurt am Main

Propaganda – Flooding the Zone with Shit – It’s About Money, Stupid!

Joshua Citarella
Ganslmeier&Zibelnik
Ben Grosser
Playfool (Daniel Coppen and Saki Maruyama)

Oguz Sen

 

In Kooperation mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ Jena) und dem DFG-Graduiertenkolleg Ästhetik der Demokratie der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt

 

Propaganda in der Ära des »post-truth« ist unübersichtlich, verworren und vehement umkämpft. Ob wir wollen oder nicht, das Zeitalter der Politik der Disruption, von alternativen Wahrheiten sowie der Politik als Spektakel und als Fiktion hat uns fest im Griff.

 

In den Händen von Parteien, sozialen Bewegungen, Unternehmen, Lobbygruppen, ausländischen Akteur:innen und Einzelpersonen erfährt Propaganda eine ungesehene Macht. Im digitalen öffentlichen Raum konkurrieren Informationen, Ideen und Gerüchte um Aufmerksamkeit. Manipulative Strategien wollen Gefühle aufpeitschen und Weltbilder aufeinander prallen lassen.

 

Die Flut an Bildern und Content aller Art verschiebt die öffentliche Meinung, das Gerechtigkeitsgefühl und spaltet in »Wir« und »die anderen«. Informationen, Gerüchte und Erzählungen konkurrieren um Glaubwürdigkeit und Reichweite. To flood the zone with shit war die Formel eines Chefstrategen und Ideologen des autoritären Populismus, der einen neuen Typus politischer Kommunikation hervorgebracht hat. Wo Politik zum Spektakel wird und Fiktionen Raum einnehmen – mehr als überprüfbare Tatsachen – verschiebt sich der Maßstab öffentlicher Debatten. Nicht Fakten stehen im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, den Informationsraum zu besetzen.

 

Über die Veranschaulichung von Bildmotiven, Symbolen, Sprache und deren Bedeutung untersucht die Ausstellung zeitgenössische Formen und Methoden aktueller Propaganda. Wie begegnet uns Propaganda heute? Mit welchen Strategien, Ästhetiken und Techniken wird um die Überzeugungen und Meinungen der Menschen gekämpft? Wer hat die Deutungshoheiten? Ist die Flutung mit polarisierenden Inhalten und Bildern Teil einer gezielten Taktik? Welche Akteur:innen profitieren davon, sowohl politisch wie finanziell? Denn Informationen aus dem »Situation Room« bewegen die Märkte im Sekundentakt. Jedes Gerücht und jede News erzeugt Gewinn und Verlust:  It’s about money, stupid!

 

Nach »Grönland – Not for Sale« widmet sich der Frankfurter Kunstverein mit der Ausstellung »Propaganda – Flooding The Zone with Shit – It’s about Money, Stupid!« dem nächsten Kapitel in einem Zyklus politischer Ausstellungen. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ Jena), sowie dem Graduiertenkolleg »Ästhetik der Demokratie« der Goethe-Universität Frankfurt.

 

Eröffnung: 13. November 2026, 18 Uhr

Diese Ausstellung beginnt in
50
Tage
15
Std
7
Min
41
Sek
Termine
Start14.11.2026
Ende07.03.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–19:00
Mittwoch11:00–19:00
Donnerstag11:00–21:00
Freitag11:00–19:00
Samstag11:00–19:00
Sonntag11:00–19:00
Veranstaltungsort
Frankfurter Kunstverein
Frankfurter Kunstverein Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

Der Frankfurter Kunstverein ist ein interdisziplinäres Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst und Kultur in Frankfurt am Main. Die Präsentation von Positionen junger, aufstrebender Künstler:innen macht ihn zum Ort der Begegnung und Auseinandersetzung mit den Themen unserer Zeit. Er ist die zentrale Plattform für Ausstellungen von Gegenwartskunst, ortsspezifischen Projekten, Performances, Künstler:innengesprächen und Expert:innen-Panels. Hier finden Kunstschaffende, Kreative und ein wissbegieriges Publikum ihr Netzwerk zum Austausch über zeitgenössische Kunst, Kultur, Wissenschaft und soziale Themen. Vielschichtige Gruppenausstellungen sowie innovative Einzelpräsentationen machen komplexe Themen für die Betrachter:innen erlebbar. Über die Sinne wird Wissen erfahrbar gemacht, um den Besucher:innen einen Zugang zu neuen Perspektiven zu ermöglichen. Kooperationen mit Institutionen der Stadt, der Region und internationalen Organisationen bündeln Kompetenzen und ermöglichen Projekte, die über Disziplinen hinweg gehen. Gleichzeitig wendet sich der Frankfurter Kunstverein dem Geschehen in der Stadt und den Künstler:innen vor Ort zu. Der Frankfurter Kunstverein wurde 1829 gegründet und ist einer der ältesten und größten Kunstvereine in Deutschland. Die Mitgliederzahl beträgt über 1.000. Seit 1962 ist die Institution im Steinernen Haus direkt im Zentrum der Stadt ansässig. Der in den 1950er Jahren entstandene zusätzliche Anbau steht inzwischen ebenfalls unter Denkmalschutz. Mit der Neugestaltung des DomRömer-Areals ist das Haus zentral in diese neue städtebauliche Struktur eingebunden. Durch die Schaffung eines zweiten Eingangs hat sich der Frankfurter Kunstverein dem neuen Viertel nun noch mehr geöffnet und bekräftigt damit seinen Anspruch, ein Ort zu sein, der mit und für die Bürger:innen der Stadt gestaltet wird.