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Linz

Read the Room – Ana María Caballero

Mit Read the Room präsentiert das Francisco Carolinum die erste institutionelle mid-career Retrospektive der Künstlerin und Dichterin Ana María Caballero. Die Ausstellung versammelt zentrale Arbeiten aus den Bereichen Installation, Performance, Skulptur, Choreografie, filmische KI und Literatur. Gemeinsam geben sie Einblick in eine künstlerische Praxis, die von einer grundlegenden Überzeugung ausgeht: Sprache ist kein feststehendes Medium, sondern ein lebendiger Prozess, der sich im Zusammenspiel von Schreiben und Lesen entfaltet.

 

Ausgangspunkt der Ausstellung ist Fifty Ways of Looking at a Poem. Für dieses Projekt lud Caballero 50 Menschen ein, dasselbe Gedicht zu lesen und zu annotieren. Jede Ausgabe dokumentiert einen individuellen Leseprozess und macht sichtbar, wie Bedeutung in der Auseinandersetzung mit einem Text entsteht, sich verändert und vervielfacht. Das Werk veranschaulicht, was Caballero als »analoge Generativität« beschreibt: die wechselseitige Hervorbringung von Lesenden und Schreibenden.

 

Von dort aus entfaltet die Ausstellung ein vielschichtiges Panorama ausgewählter Arbeiten, die das Gedicht über die Seite hinausführen. In digitalen, prozesshaften und räumlichen Formaten wird Sprache als visuelles, performatives und technologisches Medium erfahrbar.

 

Als kolumbianisch-amerikanische Künstlerin der ersten Generation bewegt sich Caballero an der Schnittstelle von Literatur und bildender Kunst. Die Autorin von acht Büchern ist mit ihren Arbeiten unter anderem in den Sammlungen des Reina Sofía, des MACBA Barcelona, der Fundación March und des Ashmolean Museum vertreten; darüber hinaus wurden ihre Werke bei der Biennale von Venedig und der Art Basel präsentiert.

 

Read the Room eröffnet erstmals einen umfassenden Blick auf die Verflechtungen von Analogem und Digitalem, Körperlichkeit und Algorithmus sowie dem einzelnen Gedicht und seinen unzähligen Lesarten. Sichtbar wird ein Werk, das diese scheinbaren Gegensätze nicht trennt, sondern in ihrer wechselseitigen Bedingtheit erfahrbar macht.

Diese Ausstellung endet in
108
Tage
1
Std
39
Min
30
Sek
Termine
Start09.09.2026
Ende07.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Francisco Carolinum Linz
Francisco Carolinum LinzMuseumstraße 14, 4020 Linz

Als Haus für Fotografie und Medienkunst weist das Francisco Carolinum im internationalen Kunstdiskurs eine große Relevanz auf und genießt eine hohe Reputation. Sein Schwerpunkt auf internationalen Positionen macht es zu einem bedeutenden Ort für den globalen Diskurs in der zeitgenössischen Fotografie und Medienkunst. Die Ausstellungen des Museums, die von traditioneller Fotografie bis hin zu experimenteller Medienkunst reichen, sind für ihre Grenzüberschreitungen und innovativen Perspektiven bekannt. Das Francisco Carolinum hebt sich durch seine Fähigkeit hervor, aktuelle Entwicklungen in den Kunstformen aufzugreifen und sie in einen breiteren kulturellen und sozialen Kontext zu integrieren. Neben seiner Rolle als Ausstellungsraum fungiert das Francisco Carolinum auch als Plattform für Austausch und Diskussion, was seine internationale Reputation weiter festigt. Es fördert das Verständnis und die Wertschätzung von Medienkunst und Fotografie durch ein vielfältiges Programm, das Führungen, Workshops und Vorträge umfasst. Als Treffpunkt für Künstler, Kritiker und Kunstliebhaber aus aller Welt trägt es wesentlich zur kulturellen Landschaft Österreichs bei und stärkt den internationalen künstlerischen Austausch. Die umfangreichen Sanierungen der vergangenen drei Jahre sind weitgehend abgeschlossen. Im ersten Halbjahr 2024 erfolgt mit der Eröffnung der Hans Frank-Galerie für die klassische Fotografie im Erdgeschoß ein weiterer Meilenstein. Mit Abschuss der umfassenden Sanierung präsentiert sich das Francisco Carolinum, der bedeutendste Historismusbau in Linz, wieder in seinem ursprünglichen Glanz. Diese Restaurierung hat das historische Gebäude nicht nur konserviert, sondern auch seine ursprüngliche architektonische Pracht wiederhergestellt. Mit dem Format des Fotomagazins FRANCISCO CAROLINUM setzt das Museum halbjährig einen weiteren Akzent: Hier werden Ausstellungen und Kunstpositionen im Bereich Foto und Medien präsentiert und zur Diskussion gestellt.

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Weiterführende Literatur