abgeschlossen
Sindelfingen

Remembered, Not Real – Schaufenster Junge Kunst

Leni Aigner, Leonie Bolek, Sofija Cvetkovic, Jonas Eckert, Sutti Khongchuai, Florian Kröner, Sebastian Mira, Yeonwoo Oh, Johannes P. Osterhoff, Felina Russ, Vanessa Schmidt, Valentin Serr, Nikol Stanojevic, Matin Varzegani-Safarzad, Marco Verri, Benjamin Walther – Klasse Olia Lialina, Merz Akademie

 

Eine einfache Codezeile, der Klang eines Systemtons, das Ende eines Spiels, die unendliche, fast vergessene Sammlung offener Tabs – manche Erinnerungen gehören keinem bestimmten Ort an. Sie tauchen zwischen Alltag und Simulation auf, zwischen physischer Umgebung und virtuellem Erleben. Remembered, Not Real nähert sich diesen Erfahrungen als Teil einer Gegenwart, in der digitale Kulturen unsere Wahrnehmung, Beziehung und Vorstellung von Realität längst mitformen. Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen aus der Klasse von Olia Lialina an der Merz Akademie Stuttgart, die den Spuren, Formen und Erzählungen des Digitalen folgen und daraus aktive Erfahrungs- und Möglichkeitsräume schaffen.

 

Die ausgestellten Arbeiten eröffnen Perspektiven auf die Geschichte und das Jetzt des Digitalen. Sie führen durch Welten, die auf Wiederholung und Optimierung setzen, lassen den Browser zur Bühne werden, rekonstruieren Erinnerungen aus Fragmenten, untersuchen digitale Ökonomien und machen die elementaren Bausteine des Webs neu erfahrbar. Dabei entstehen materielle Übersetzungen digitaler Prozesse, wie etwa die Modifikation einer Spielkonsole oder ein physischer, aus dem online Interface gelöster »Submit«-Button. Zwischen Spiel, Reflexion und Kritik entsteht ein Panorama des Digitalen, das als offener Prozess sichtbar wird – als vielschichtiges Medium im Wandel, geprägt von seinen Anfängen ebenso wie von den Transformationen der Gegenwart.

Termine
Start28.06.2026
Ende11.10.2026
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
Veranstaltungsort
Galerie Stadt Sindelfingen
Galerie Stadt SindelfingenMarktplatz 1, 71063 Sindelfingen

Die Galerie Stadt Sindelfingen wurde 1990 als ein Ort für zeitgenössische Kunst gegründet, der die Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen und ästhetischen Erfahrungen ermöglicht. Die Galerie befindet sich im Stadtzentrum und ist in einem klassizistischen Bau untergebracht, der von dem Berliner Architekten Josef Paul Kleihues zu einem Museum umgebaut und mit einem Neubau, dem Oktogon, erweitert wurde. Mit der Sammlung Lütze verfügt die Galerie über bedeutende Werke moderner und zeitgenössischer Kunst. Das Museum versteht sich als Ausstellungs- und Produktionsort mit dem Schwerpunkt auf vorwiegend jüngere Positionen. In enger Zusammenarbeit mit den Künstler:innen werden innerhalb einer Fragestellung ortsbezogene Arbeiten und Ausstellungen entwickelt und dann in Gruppen- oder Einzelpräsentationen gezeigt. Zusammen mit etablierten Positionen wird der aktuelle Diskurs abgebildet und durch Neuproduktionen erweitert. Die Sammlung der Galerie wird unter dem Aspekt der jeweiligen Wechselausstellung im Kabinett Lütze präsentiert und bildet den kunsthistorischen Kontext für die jeweiligen zeitgenössischen Positionen. Im Schaufenster Junge Kunst sind Künstler:innen, die am Beginn ihrer Karriere stehen, eingeladen, sich in einem experimentellen Rahmen auszuprobieren und eine erste institutionelle Ausstellung zu zeigen. Zahlreiche Ausstellungen und Projekte werden in Kooperationen und Unterstützung mit regionalen wie auch nationalen Institutionen und Partnern durchgeführt. Diese sind unter anderem das Institut français Stuttgart, die Kunststiftung Baden-Württemberg, Kunst + Projekte Sindelfingen e.V., Kunsthalle Mannheim, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Arndt Gallery Berlin, Neuer Berliner Kunstverein, Helmut Fischer Stiftung und Mercedes-Benz Werk Sindelfingen.

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Weiterführende Literatur