abgeschlossen
Bottrop

Richard Paul Lohse

Als Highlight im 50sten Jubiläumsjahr präsentiert das Josef Albers Museum im Museumszentrum Quadrat Bottrop im Sommer 2026 eine umfassende Einzelausstellung des Malers, Grafikers und Theoretikers Richard Paul Lohse (1902–88). Im Jahr 1976 war ihm die erste Einzelausstellung im frisch eröffneten »Quadrat« gewidmet und sein Werk Drei horizontale Teilungen (1949/72) stellt den ersten Ankauf des Bottroper Museums und damit den Grundstein der Kunstsammlung »jenseits von Josef Albers« dar. Bei der aktuellen Ausstellung handelt es sich um die erste große Retrospektive von Lohse, einem der Hauptvertreter:innen der konstruktiv-konkreten Kunst, seit mehr als 20 Jahren. Sie erzählt eine wesentliche Episode der Bottroper Museumsgeschichte und verhandelt aktuelle Fragen nach gesellschaftlichen Utopien und sozialer Gleichheit.

 

Mit Werken von:
Josef Albers, Günter Fruhtrunk, Camille Graeser, Gotthard Graubner, Donald Judd, Verena Loewensberg, François Morellet, Bridget Riley, Jan Schoonhoven, Victor Vasarely.

 

Eine Kooperation mit der Richard Paul Lohse-Stiftung, Zürich sowie MASI Lugano, Museum Haus Konstruktiv, Zürich und Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen.

Termine
Start14.06.2026
Ende11.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstagnur für Gruppen mit Buchung
Mittwoch11:00–17:00
Donnerstag11:00–19:00
Freitag10:00–17:00
Samstag11:00–17:00
Sonntag11:00–17:00
Veranstaltungsort
Museumszentrum Quadrat
Museumszentrum QuadratAnni-Albers-Platz 1, 46236 Bottrop

Die Albers Sammlung umfasst rund 120 Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafik, Glasarbeiten, Fotomontagen und Resopalgravuren. Sie macht Albers’ künstlerische Entwicklung in ihrer ganzen Breite nachvollziehbar. Im Bestand sind frühe Zeichnungen und Druckgrafik, darunter Selbstporträts, Ansichten Bottrops und des Münsterlands. Aus der Zeit am Bauhaus zeigt das Museum Glasarbeiten, Fotomontagen und fotografische Porträts. Nach der Emigration von Josef Albers (1933) entstand in den USA sein umfangreichstes Werk. Dazu gehören z. B. die »Grafischen Tektoniken« und »Strukturalen Konstellationen«, die im Medium der Zeichnung sowie als Resopalgravuren in Bottrop vertreten sind. Albers’ Reisen in den lateinamerikanischen Raum – vor allem Mexiko – haben ihn künstlerisch nachdrücklich beeinflusst. Das Klima, die Farben, Reste der andinen Kunst und präkolumbische Stätten hatten starke Auswirkungen auf seine Wahrnehmung. Großartige Werkgruppen entstehen wie etwa die »Variants«, als deren Vorbilder mexikanische Lehmziegelhäuser gelten dürfen. Einen Höhepunkt in seiner künstlerischen Entwicklung stellt »Homage to the Square‚ A« von 1950 dar. Von diesem Typus quadratischer Bilder wird er bis zu seinem Tod weit über 2000 Gemälde erschaffen, von denen eine große Anzahl in Bottrop zu sehen ist. Jenseits von Josef Albers Die Sammlung des Josef Albers Museums jenseits von Josef Albers umfasst etwa 200 Werke, – Gemälde, Skulpturen und Objekte unterschiedlichster Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts. Einige der hier gezeigten Künstlerinnen und Künstler sind durch Ankäufe dauerhaft im Josef Albers Museum vertreten. Dazu zählen: Michael Venezia, Miles Coolidge, Pia Fries und Jerry Zeniuk, in der Fotografie Joachim Brohm, Bernhard Fuchs und Simone Nieweg, – um nur einige zu nennen.

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