Rolf Glasmeier (1945–2003) war Künstler, Grafiker und Ausstellungsmacher, der seit den 1960er Jahren die Kunstszene des Ruhrgebiets prägte. Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung Ulm, entwickelte er einen international beachteten Stil zwischen geometrischer Abstraktion, seriellen Strukturen und Teilhabe: Seine interaktiven Plastiken laden zum Berühren und Verändern ein. Zunächst nutze Glasmeier Werkstoffe aus der Industrie- und Bergbauregion des Ruhrgebiets. In den 1970er-Jahren wandte er sich neuen Materialien sowie Themen wie Massenkonsum und Recycling zu. Sein gesamtes Werk ist geprägt von humanistischem Denken und der Überzeugung, dass Kunst ein Raum sein kann, in dem Gesellschaft sich selbst befragt und verändert. Anlässlich seiner Retrospektive im Kunstmuseum Gelsenkirchen wird das multimediale Schaffen des Künstlers – von Plastik, Fotografie und Grafik bis hin zu Aktionen im öffentlichen Raum – in mehr als 140 Werken in seiner gesamten Entwicklung umfassend beleuchtet.
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