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Wien

Sidsel Meineche Hansen

Sidsel Meineche Hansens Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle zwischen Technologie und Klasse und nähert sich dem Körper als einem Ort, der von einander überlagernden wirtschaftlichen und digitalen Systemen geprägt wird. In Skulpturen, CGI-Animationen, Videos und Installationen untersucht sie, wie Branchen wie Pornografie, Pharmazeutik und Technologie Körper im zeitgenössischen Kapitalismus produzieren, regulieren und zur Ware machen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Auseinandersetzung mit den Bedingungen, unter denen Körper modelliert, in Umlauf gebracht und konsumiert werden. Auf der materiellen Ebene inszenieren ihre Installationen oft eine Spannung zwischen manuell Gefertigtem und Industriellem. Skulpturale Elemente – Glasfaserformen, aus mehreren Teilen zusammengesetzte Holzfiguren, metallische Strukturen – spiegeln die Logik der Massenproduktion wider, halten dabei aber die Schwebe zwischen Prototyp und Produkt, Subjekt und Ware. Parallel dazu schreiben bewegte Bilder und Animationen diese Themen in den virtuellen Raum fort, wo Fragen nach Selbstbestimmung, Handlungsfähigkeit und Repräsentation zunehmend problematisch werden.

 

Hansens Arbeit beharrt auf der Verflechtung von Begehren und Arbeit. Ob sie sich nun mit Sexrobotern, pharmazeutischen Regimes oder den Bedingungen der künstlerischen Produktion selbst befasst – sie zeigt auf, wie Formen der Intimität im Rahmen umfassenderer Verwertungssysteme instrumentalisiert werden. Dabei sind die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer schwerer aufrechtzuerhalten.

 

 

Künstler:innen

 

Sidsel Meineche Hansen wurde 1981 in Ry, Dänemark, geboren und lebt in London, UK und Kopenhagen, Dänemark.

 

Kuratiert von Jeanette Pacher

Diese Ausstellung beginnt in
332
Tage
8
Std
3
Min
35
Sek
Termine
Start10.09.2027
Ende21.11.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00