Das Musée d'art et d'histoire widmet in Zusammenarbeit mit der Fondation Opale der zeitgenössischen Aborigine-Malerei eine bedeutende Ausstellung. Anhand einer Auswahl kraftvoller und farbenfroher Werke wird das Publikum eingeladen, die künstlerische Welt großer Frauenfiguren wie Mirdidingkingathi Juwarnda Sally Gabori und Emily Kame Kngwarreye zu erkunden. Diese Künstlerinnen, die in einer jahrtausendealten Tradition verwurzelt sind, erfinden die kulturellen und spirituellen Erzählungen ihrer Gemeinschaften mit einer atemberaubenden plastischen Freiheit neu.
Nahaufnahme einer Künstlerin
Nonggirrnga Marawili ist eine Künstlerin des Madarrpa-Clans, die nördlich des Kapschilds in einer großen Nomadenfamilie geboren wurde. Als Kind reiste sie mit dem Kanu zwischen dem Festland und Groote Eylandt und folgte dabei dem Rhythmus des Meeres und der Jahreszeiten. Diese Orte – Yilpara, Djarrakpi, Guwanarripa und vor allem Baratjala – haben ihre Identität tief geprägt. Heute ist seine Kunst ein Echo dieser Landschaften, die von Geschichte, Erinnerung und Spiritualität geprägt sind.

