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Osnabrück

Simone C Niquille – The Wonderful World of Chair

Simone C Niquille ist Künstler:in und Designer:in. Die Kunstwerke von Simone C Niquille untersuchen, wie verschiedene digitale Technologien unsere Wahrnehmung von der Realität beeinflussen. Zum Beispiel künstliche Intelligenz [abgekürzt KI], also selbstlernende Computerprogramme. Simone C Niquille fragt mit den Kunstwerken: Wie erstellt KI eigentlich Bilder? Mit welchen Bildern wird KI trainiert? Und mit welchen nicht? Wie verändert das unsere Vorstellung von uns selbst? Oder davon, wie wir Räume wahrnehmen? 

 

In der Ausstellung für die Kunsthalle Osnabrück untersucht Simone C Niquille was passiert, wenn Computer beginnen, unsere Vorstellung von Zuhause zu entwerfen. Dazu hat sich Simone C Niquille in einer künstlerischen Forschung mit dem IKEA-Stuhl Bertil beschäftigt. Diese Forschung führt Simone C Niquille in einer Installation zusammen. [Eine Installation ist ein Kunstwerk im Raum.] 2006 wurde ein Bild von Bertil im IKEA-Katalog abgedruckt. Zum ersten Mal überhaupt wurde dafür kein Foto benutzt, sondern ein am Computer erstelltes Bild. 2006 war das ein Wendepunkt. Heute sind wir überall von computergenerierten Bildern umgeben – oft ohne es zu merken.

 

Die Ausstellung »The Wonderful World of Chair« [übersetzt: Die wundervolle Welt des Stuhls] zeigt:  Ein Zuhause ist ein Lebensraum. Wir verbinden Gefühle und Erinnerungen damit. Das lässt sich schwer in Daten und Normen übersetzen. Und sie zeigt auch, dass Räume und ihre Gestaltung nie neutral sind. Sie können Vorurteile und Machtverhältnisse wiederholen und festigen. 

Diese Ausstellung beginnt in
38
Tage
4
Std
31
Min
52
Sek
Termine
Start07.11.2026
Ende21.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle Osnabrück
Kunsthalle OsnabrückHasemauer 1, 49074 Osnabrück

1991 beschloss die Stadt: In Osnabrück soll eine Kunsthalle gegründet werden. Der Wunsch war: Dort sollen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt werden. Man kann auch aktuelle Kunst dazu sagen. 1991 wurde Harald Szeemann dazu befragt. Harald Szeemann war ein berühmter Ausstellungsmacher und Museumsleiter aus der Schweiz. Er hat das kuratorische Konzept der Kunsthalle Osnabrück mitentwickelt. Das heißt: Er hatte eine Idee, welche Art von Kunst in der Kunsthalle Osnabrück gezeigt werden soll. Und wie. Er riet zu »internationalen Positionen und ortsspezifischen Installationen«. Damit meinte er: Das Museum soll mit anderen Museen in verschiedenen Ländern im Austausch stehen. Aber es soll auch zur Stadt und der eigenen Geschichte passen. 1993 fand die erste Ausstellung statt. Gründungsdirektor André Lindhorst leitete sie. Er zeigte auf den 1.300 Quadratmetern Ausstellungsfläche bis 2013 Einzelausstellungen von Künstler:innen wie Elvira Bach, Lothar Fischer, Günther Uecker, Markus Lüpertz oder thematische Gruppenausstellungen. Die Kunsthalle Osnabrück ist zuständig für eine Sammlung von aktuell 44 Kunstwerken im öffentlichen Raum. Alle diese Werke wurden in den Jahren zwischen 1950 und 2000 im Stadtraum aufgestellt. Viele davon wurden im Bereich der historischen Altstadt platziert. Einige auch in den äußeren Bezirken der Stadt. Die Werke unterscheiden sich sehr stark in ihrer künstlerischen Gestaltung. Das heißt, sie sind aus ganz verschiedenen Materialien. Und das Material wurde auf ganz unterschiedliche Art und Weise bearbeitet. Sie sind auf verschiedenen Wegen Teil der Sammlung geworden.