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Düsseldorf

Spot On: 100 Jahre GeSoLei

In dieser Kabinettschau erinnern rund 20 Künstler:innen an die vor 100 Jahren eröffnete »GeSoLei« – eine Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen, mit der Düsseldorf 1926 zum Schauplatz der größten Ausstellung der Weimarer Republik wurde. Wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg propagierte sie das Ideal eines »neuen leistungsfähigen Menschen« – ein Bild, das später im Nationalsozialismus ideologisch vereinnahmt und radikalisiert wurde. Themen wie Medizin, Sport, Sozialwesen, Hygiene, Ernährung und Körperkultur standen im Mittelpunkt, ergänzt durch ein breites Kultur- und Unterhaltungsprogramm. 

 

Zwischen dem 8. Mai und 15. Oktober 1926 besuchten über 7,5 Millionen Menschen das 400.000 Quadratmeter große Gelände. Das Gebäudeensemble am Ehrenhof, bestehend aus Tonhalle, Ausstellungsbauten und Rheinterrasse, wurde zwischen 1925 und 1926 in nur 18 Monaten eigens für diesen Anlass erbaut. Entworfen wurde es von Architekt und Akademie-Professor Wilhelm Kreis, der sich während des Nationalsozialismus in den Dienst des Regimes stellte. 

 

Rund 20 Künstler:innen schufen Skulpturen, Mosaiken, Wandbilder und Glasarbeiten. Zahlreiche Werke sind nach wie vor rund um den Ehrenhof erhalten. Die Ausstellung erinnert an dieses bedeutende Kapitel der Stadtgeschichte vor hundert Jahren.

Kuratiert wurde die Kabinettausstellung von Barbara Til, Leitung Sammlung Skulptur, angewandte Kunst & Glas

Diese Ausstellung endet in
123
Tage
0
Std
54
Min
23
Sek
Termine
Start08.05.2026
Ende21.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–21:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Kunstpalast
KunstpalastEhrenhof 4–5, 40479 Düsseldorf

Als Kunstmuseum der Stadt blickt der Kunstpalast auf eine vielseitige, über 300-jährige Tradition zurück. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wird in Düsseldorf der Verein zur Errichtung einer Gemäldegalerie gegründet. Seine Mitglieder – Bürger, Unternehmer und Künstler – erklären eine städtische Galerie zur »eigentlichen Lebensfrage Düsseldorfs«. Der Erfolg der Initiative zeigt sich 50 Jahre später: 1913 wird das Kunstmuseum Realität. Der erste Direktor Karl Koetschau setzt sich zum Ziel, möglichst vielen Düsseldorfern Kunst näherzubringen. Der Kunstpalast versteht sich aus seiner Geschichte heraus als Bürgermuseum, das alle Menschen seiner Stadt anspricht und sie willkommen heißt. Düsseldorfs lebendige Kunstszene lebt von der Kunstakademie. Die Gründung des Kunstpalasts geht auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Akademie und den kunstinteressierten Bürgern der Stadt zurück. Seit 1932 befindet sich die Sammlung der Akademie im Ehrenhof. Die Bestände setzen sich aus der Graphischen Sammlung und Teilen der 1710 begründeten Gemäldegalerie des Kurfürsten Jan Wellem zusammen. Von Rubens über Richter bis zu Rasierapparaten. So weit wie in kaum einem anderen Haus in Deutschland reicht das Spektrum über 100.000 Objekte umfassenden Sammlung. Der Kunstpalast vereint fast alle künstlerischen Gattungen und eine Vielzahl von Epochen. Der Besucher kann sich mitnehmen lassen auf eine Reise durch die internationale Kunstgeschichte, angefangen bei Gemälden, Skulpturen und Graphik aus Mittelalter und Neuzeit über Klassiker der Moderne hin zu Gegenwartskunst. Angewandte Kunst und Design sowie die einzigartige Glassammlung erweitern das Spektrum der Sammlung. Positionen von Künstlern aller Kontinente mit Schwerpunkten in der japanischen und islamischen Kunst bieten eine Vielfalt, die ihrer Gleichen sucht.