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Salzburg

Stano Filko. 12 Chakras of Becoming

Stano Filko war einer der visionärsten und radikalsten Figuren der mitteleuropäischen Neo-Avantgarde. Die Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg widmet dem Künstler eine umfassende Retrospektive. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen Lebens- und Schaffensphasen – von frühen Malereien und konzeptuellen Experimenten über begehbare Environments bis hin zu materialreichen Assemblagen und großformatigen Skulpturen.

 

 

Wer war Stano Filko?

 

Stano Filko wurde 1937 in Veľká Hradná, einem Ort in der damaligen Tschechoslowakei, geboren. Ab den 1960er-Jahren entwickelte er in Bratislava eine progressive künstlerische Praxis, mit der er früh internationale Anerkennung erlangte. Im Zuge seiner Teilnahme an der documenta 7 im Jahr 1982 in Kassel floh er vor der zunehmenden Unterdrückung durch das kommunistische Regime und lebte mehrere Jahre in New York. Nach der Wende von 1989 kehrte er in die Slowakei zurück und führte seine Arbeit in Richtung eines umfassenden Gesamtkunstwerks weiter. 2015 verstarb der Künstler in Bratislava.

 

 

Das »System SF«

 

Ab den 1990er-Jahren schuf Filko das »System SF« (Stano Filko). Dabei handelt es sich um ein Ordnungssystem, in dem Farben, Chakras sowie existenzielle und spirituelle Kategorien miteinander verwoben sind. Es wurde zum Leitprinzip seines gesamten Werks. Auch sein Atelierhaus in Bratislava war von diesem System durchdrungen.

 

 

Ein besonderes Gesamtwerk

 

Das Werk von Stano Filko hat seine Wurzeln in experimenteller Objektkunst, konzeptueller Grafik und Happenings. Ausgehend von diesen Ansätzen entwickelte er ein radikal offenes Werk, in dem sich Utopie, Wissenschaft und spirituelle Erfahrung verbanden. Seine Kunst folgte einem vielschichtigen Blick auf die Welt und versuchte, diese in einen ästhetischen und existenziellen Einklang zu bringen: Kunst als Ordnung, Theorie, Ritual und sinnliches Erlebnis zugleich.

 

Kuratoren: Boris Ondreička, Jürgen Tabor

Diese Ausstellung endet in
108
Tage
8
Std
30
Min
11
Sek
Termine
Start03.04.2026
Ende07.02.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum der Moderne Salzburg
Museum der Moderne SalzburgMönchsberg 32, 5020 Salzburg (Mönchsberg)

Das Museum der Moderne Salzburg ist für vielfältige und umfangreiche Sammlungsbestände verantwortlich, gesamt für rund 55 000 Werke, die vom 19. und 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen und aus der Anfangszeit einen Schwerpunkt auf Grafik und Fotografie aufweisen. Neben der eigenen Sammlung betreut das Museum der Moderne Salzburg gemeinsam mit den Werken im Besitz des Landes Salzburg auch die Fotosammlung des Bundes mit allein rund 12 000 Titeln. Ein weiterer prominenter, dem Museum seit 2014 anvertrauter Bestand ist die international ausgerichtete Sammlung Generali Foundation mit rund 2100 Werken in unterschiedlichen Medien und einem Fokus auf konzeptuelle sowie Medien und Performance basierter Kunst. Insgesamt befinden sich in der Obhut des Museum der Moderne Salzburg rund 31 000 Arbeiten auf Papier, 22 000 Fotografien, 800 Gemälde, 700 Skulpturen und Installationen sowie 800 Film- und Videoarbeiten inklusive Installationen mit elektronischen Medien. Einer der thematischen Grundpfeiler der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg ist das expressionistische Menschenbild, dass die frühe Sammlungsgeschichte geprägt und für einen deutlichen Schwerpunkt zugunsten figurativer Kunst gesorgt hat. Mit der Errichtung des neuen Museumsgebäudes am Mönchsberg wurden zeitgenössische Positionen nationaler und internationaler Kunst verstärkt berücksichtigt. Als Kompetenzzentrum für österreichische Fotografie nach 1945 verfügt das Museum über eine umfangreiche Sammlung der wichtigsten Positionen der nationalen Fotogeschichte. Ein hochkarätiges Konvolut japanischer Fotografie steht exemplarisch für eine internationale Perspektive. Die international anerkannte Sammlung Generali Foundation, die zu den bedeutendsten österreichischen Unternehmenssammlungen gehört, setzt mit feministischen, performativen und konzeptuellen Positionen seit den 1970er-Jahren wesentliche Akzente im zeitgenössischen Kunstgeschehen.

Weiterführende Literatur