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München

Stolzer Strauß und wütender Tiger. Tierbronzen des 19. Jahrhunderts

Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek

 

Während der Sanierung der Neuen Pinakothek sind Meisterwerke des 19. Jahrhunderts in der Alten Pinakothek zu Gast. Die Dauerausstellung »Von Turner bis van Gogh« wird im Jahr 2026 durch temporäre Sammlungspräsentationen ergänzt, die den Fokus auf besondere Themen und Werkgruppen richten.
 

Die kleine Schau bronzener Tierdarstellungen zeigt die Entwicklung von den Pionieren dieser Gattung, den sogenannten Animaliers Antoine-Louis Barye und Pierre-Jules Mêne, hin zu Hauptvertretern der autonomen Tierplastik wie August Gaul und Fritz Behn. Es eröffnet sich ein breites Spektrum: Waren Tierskulpturen zunächst vorrangig im Kontext der Herrschersymbolik verortet, steht die Darstellung von Nutztierrassen für eine künstlerische Neuorientierung und Abkehr von der repräsentativen Denkmalkunst. Exotische Tierarten erzählen ebenso von der Entwicklung der zoologischen Gärten wie von den vielfachen Verflechtungen der deutschen Kolonialgeschichte.

Diese Ausstellung endet in
85
Tage
12
Std
47
Min
15
Sek
Termine
Start24.03.2026
Ende04.10.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–20:00
Mittwoch10:00–20:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Alte Pinakothek
Alte PinakothekBarer Straße 27, 80333 München

Die Alte Pinakothek zählt zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Europas. Sie präsentiert die herausragenden Werke einer der weltweit größten Sammlungen europäischer Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Unter den über 700 ausgestellten Gemälden befinden sich zahlreiche Hauptwerke von Dürer und Rubens sowie prominente Schlüsselwerke etwa von Rogier van der Weyden und Memling, Raffael und Tizian, Altdorfer und Cranach, Jan Brueghel d. Ä. und van Dyck, Rembrandt und Frans Hals, Poussin und Murillo. Der Reichtum und viele Höhepunkte der 1836 eröffneten Galerie verdanken sich den Kunstsammlungen der Fürsten des Hauses Wittelsbach. Der Gemäldeschatz der bayerischen Herzöge und Kurfürsten wurde im 16. Jahrhundert begründet und konnte in den folgenden Jahrhunderten wesentlich ausgebaut werden. Nach dem Erlöschen verschiedener Familienzweige der Wittelsbacher gelangten um 1800 die Galeriebestände der Residenzen in Düsseldorf, Mannheim und Zweibrücken nach München. So entstand eine umfassende Sammlung, die während des frühen 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisation und durch die bedeutenden Erwerbungen Ludwigs I. von Bayern nochmals erheblich an Größe und Bedeutung gewann. Die Alte Pinakothek liegt im Zentrum des sogenannten Münchener Kunstareals und ist Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.