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Stade

STUDIEREN, PROBIEREN, EXPERIMENTIEREN

Dass in der Steinzeit mit Pfeilen gejagt wurde, deren Spitzen aus Feuerstein bestehen, ist durch viele Funde belegt und vielen Menschen heute klar. Aber wie wurden diese Pfeilspitzen hergestellt? Welches Werkzeug braucht man, um sie zu bearbeiten?
Seit mehr als 20 Jahren wird an der Universität Hamburg in der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie auch Experimentelle Archäologie betrieben. Ein Teil dieser Experimente findet mit und auf dem Gelände des Steinzeitparks Dithmarschen in Albersdorf statt. In der Ausstellung stellen Studierende und Dozierende ausgewählte Ergebnisse aus den Seminaren seit 2004 vor.

Anhand von materiellen Hinterlassenschaften erforscht die Archäologie die menschliche Geschichte. Um die Lebensweise der Menschen rekonstruieren zu können, beschränkt sie sich nicht nur auf Ausgrabungen, sondern befasst sich auch mit der Frage, wie all diese Funde entstanden sind. Da diese Methoden nicht überliefert sind, versuchen die Studierenden anhand von archäologischen Funden und Befunden durch Experimente und Versuche nachzuvollziehen, wie früher gearbeitet wurde. Die Versuche werden möglichst reproduzierbar durchgeführt und gründlich dokumentiert. Dabei werden praktische Fähigkeiten aus unterschiedlichen Disziplinen erworben. In der Ausstellung werden ausgewählte Ergebnisse und Objekte, die bei diesen Versuchen entstanden sind, vorgestellt.

Die Ausstellung im Schwedenspeicher zeigt sowohl das Original als auch eine Replik und wird von einem umfangreichen Programm begleitet. Wir laden alle Familien und Interessierten herzlich ein, selbst auszuprobieren und zu experimentieren!

Diese Ausstellung endet in
11
Tage
0
Std
58
Min
3
Sek
Termine
Start10.05.2026
Ende01.11.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–17:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Schwedenspeicher
SchwedenspeicherWasser West 39, 21682 Stade

Kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges eroberten schwedische Truppen die Stadt Stade und bauten sie zum Verwaltungssitz und zur Festung aus. In diesem Zusammenhang wurde zwischen 1692 und 1705 auch ein Provianthaus zur Versorgung der Garnison errichtet, der Schwedenspeicher am Alten Hafen. Hier war das Gebäude vom Schiffsverkehr über Elbe und Schwinge leicht zu erreichen. Die auf Eichenpfählen ruhenden 1 Meter dicken Mauerfundamente des Schwedenspeichers tragen zwei Vollgeschosse und drei Dachgeschosse. Mit seinen gewaltigen Maßen war er lange Zeit das größte Profangebäude in Stade. Lange Reihen von Luken und Aufzugserker an beiden Seiten geben dem Schwedenspeicher ein unverwechselbares Profil. Als militärischer Zweckbau zeigt der Backsteinkoloss wenig Schmuck. Nur die Fensterrahmen und Gesimse aus Sandstein und natürlich das Hauptportal mit Krone und Monogramm des Bauherrn, Karl XII, sind aufwendiger gestaltet. Der Speicher war in den Hafenbetrieb eingebunden, eine Situation, die heute noch zu erkennen ist, obwohl eine Autostraße den Hafen seit 1967 abschneidet. Zwei Kräne, ein restaurierter Elbewer, eine Reihe von Kaufmannshäusern, die alte Stadtwaage (heute Weinhandlung), das gemauerte Hafenbecken und natürlich der die Hafenkulisse überragende und abschließende Schwedenspeicher haben ihre frühere Funktion zugunsten kultureller und touristischer Zwecke aufgegeben. So liegt auch die Zeit, in der der Schwedenspeicher den schwedischen, später den dänischen, kurhannoverschen und preußischen Truppen als Lagerraum gedient hat, schon lange zurück. Der Schwedenspeicher verfiel, galt gar als Schandfleck der Stadt und sollte abgerissen werden. Diese Pläne aber verhinderte Mitte der 1970er Jahre eine Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit dem Stader Geschichts- und Heimatverein. Der Schwedenspeicher wurde von Grund auf saniert und zum größten Museum zwischen Hamburg, Bremerhaven und Bremen umgebaut. Das Schwedenspeicher-Museum zeigt heute auf 1650qm Dauerausstellungen zur Geschichte der Stadt Stade, der Hansezeit und der Urgeschichte des Elbe-Weser-Raumes. Daneben locken im Erdgeschoss kulturgeschichtliche Sonderausstellungen zehntausende Besucher in diesen einmaligen Museumsbau.