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Bietigheim-Bissingen

Studioausstellung: »Richard Hohly zum 125. Geburtstag«

Richard Hohly (1902–1995) kam 1936 nach Bietigheim und prägte als Zeichenlehrer nicht nur ganze Generationen von Schülerinnen und Schülern, sondern auch das künstlerische Leben der Stadt. Nach dem Studium war die Begegnung mit Edvard Munch für den jungen Künstler inspirierend gewesen. Im Zweiten Weltkrieg war er u.a. als Kriegsmaler an der Ostfront eingesetzt. Später prägten anthroposophische Ideen und die Farbenlehre Rudolf Steiners sein Schaffen maßgeblich. Das umfangreiche Gesamtwerk des Künstlers umfasst farbstarke Gemälde, experimentierfreudige Siebdrucke und beeindruckende Glasfenster. Mit der 1977 an die Felswände des Enzufers gebauten Felsengalerie schuf er für seine Arbeiten einen atmosphärischen Ort und einen künstlerischen Treffpunkt. Zu seinem 125. Geburtstag würdigt die Städtische Galerie den eigenwilligen Künstler mit einer Ausstellung, in der – neben seinen Pferdebildern und religiösen Werken – Arbeiten aus allen Schaffensphasen präsentiert werden.

Termine
Start23.01.2027
EndeLäuft auf unbestimmte Zeit
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch14:00–18:00
Donnerstag14:00–20:00
Freitag14:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Städtische Galerie Bietigheim-BissingenHauptstraße 60–64, 74321 Bietigheim-Bissingen

Eingebettet in die malerische Altstadt Bietigheims stellt die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen eine gelungene Synthese aus historischer Bausubstanz und moderner Architektur dar. Die Städtische Galerie hat zwei große Sammlungsschwerpunkte: Zum einen Gemälde, Grafiken und Skulpturen von Künstler:innen der Region, darunter Gustav Schönleber, Walter Strich-Chapell, Theodor Werner, Hermann Rombach, Paul Reichle, Bruno Diemer, Leonhard Oesterle und Luisa Richter. Zum anderen eine umfangreiche, einzigartige Sammlung zum künstlerischen Linolschnitt, in die Sie hier einen Einblick gewinnen können. Seit Gründung der Städtischen Galerie 1989 liegt der besondere Sammlungsschwerpunkt auf dem künstlerischen Linolschnitt, da in Bietigheim die Deutschen Linoleumwerke ansässig waren. Mittlerweile ist der Bestand auf Linolschnitte von mehr als 300 Künstler:innen angewachsen und bietet einen repräsentativen Querschnitt von 1900 bis heute. Bereits 1992 wurde auf einer Ausstellungstournee in fünf deutschen Städten die europaweit einzigartige Linolschnittsammlung der Städtischen Galerie von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart gezeigt – seither ist die Sammlung wesentlich umfangreicher geworden, auch dank des Grafikwettbewerbs »Linolschnitt heute«, der alle drei Jahre ausgeschrieben wird. Aus Anlass des zehnten Jubiläums dieser wichtigen Auszeichnung ging 2017/18 eine Werkauswahl der zehn Wettbewerbe auf Reisen quer durch die Republik von Quedlinburg im Harz über Würzburg in Unterfranken bis nach Husum und Niebüll an der dänischen Grenze – denn Bietigheim-Bissingen ist längst zur »heimlichen Hauptstadt des Linolschnitts« geworden.

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