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Zürich

The Body Within Abstraction

Mit Werken von Heidi Bucher, Eva Fàbregas, Kimsooja, Dóra Maurer, Bruce Nauman, Steven Parrino, Chiharu Shiota und Franz West.

 

Mit dieser prominent besetzten Ausstellung feiert das Museum Haus Konstruktiv sein 40-jähriges Jubiläum. 

 

In den konstruktiv-konkreten Strömungen der modernen Kunst wurde der menschliche Körper als Thema und als Element der Kunstproduktion weitestgehend ausgeblendet. Im Fokus stand, wie von Theo van Doesberg 1930 postuliert, die Autonomie der bildnerischen Mittel Linie, Farbe und Oberfläche. Figurative Darstellungen wurden hingegen als illusionistisch und spekulativ abgetan. Dieser rationale, dem Intellekt, der Mathematik und Systematik verschriebene Ansatz wandte sich dezidiert von einer Mitbetrachtung des eigenen Körpers ab.


Die internationale Gruppenausstellung THE BODY WITHIN ABSTRACTION unterzieht die festgefahrene Lesart, die rational-gegenstandsfreie Kunst sei bar jeglicher Körperreferenzen, einer lustvoll-kritischen Hinterfragung. Sie präsentiert – unter anderem mit Werken von Heidi Bucher, Kimsooja, Dora Maurer, Bruce Nauman, Steven Parrino und Chiharu Shiota – Beispiele dafür, wie der Körper zugleich zur formalen Voraussetzung und zur thematischen Grundlage minimalistisch reduzierter und nicht-figurativer Werke wird. Die Fragestellung, wieviel Körper als Masseinheit, Vorbild oder strukturgebende Einheit in gegenstandslosen Werken enthalten ist, steht im Fokus der Gruppenschau.

 

Zum ersten Mal seit dem Umzug ins Löwenbräukunst-Areal werden alle neuen Ausstellungsräume des Museum Haus Konstrutkiv – im Ost- wie im Westtrakt – in einer gemeinsamen Präsentation bespielt.

 

kuratiert von Sabine Schaschl

Diese Ausstellung endet in
80
Tage
20
Std
19
Min
43
Sek
Termine
Start26.09.2026
Ende10.01.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–20:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Museum Haus Konstruktiv
Museum Haus KonstruktivSelnaustraße 25, 8001 Zürich

Das Museum Haus Konstruktiv ist die führende Institution für konstruktiv-konkrete und konzeptuelle Kunst in der Schweiz und genießt international hohes Ansehen. Geprägt von den Errungenschaften der Zürcher Konkreten um Max Bill, Richard Paul Lohse, Camille Graeser und Verena Loewensberg in den 1930er bis 50er Jahren, ist diese Kunstform heute von der Landkarte der Moderne nicht mehr wegzudenken. Dieses kunsthistorische Erbe möchten wir lebendig halten und mit der Kunst der Gegenwart verknüpfen. Seine Einzigartigkeit innerhalb der Kulturlandschaft verdankt das Museum Haus Konstruktiv seinen jährlich sechs bis neun Wechselausstellungen, die nach klaren programmatischen Gesichtspunkten konzipiert werden: Darauf ausgerichtet, die Verbindungslinien zwischen den Wegbereitern der konstruktiv-konkreten und konzeptuellen Kunst einerseits und der internationalen Gegenwartskunst andererseits aufzuzeigen, bringen sie renommierte sowie neu und wieder entdeckte historische Positionen mit den heutigen Setzungen zeitgenössischer Künstler in einen Dialog. Den kunstgeschichtlichen Hintergrund bilden der russische Konstruktivismus, die konstruktiv-konkreten Impulse der 1920er und 30er Jahre in Westeuropa, darunter das Bauhaus, aber auch die kinetische Kunst, die Op Art und amerikanische Minimal Art der 1960er Jahre sowie die – aus der ihnen allen gemeinsamen Tendenz zur Reduktion entstandene – Konzeptkunst der 60er Jahre. Zentrales Anliegen der Ausstellungen ist die Weiterführung dieses Erbes in die Gegenwart und zugleich die Spiegelung zeitgenössischer Kunstkonzepte in den historischen Vorgängern. Ausgetragen wird der Dialog meist in zwei bis drei parallel stattfindenden Einzel- oder Gruppenausstellungen, in denen die geistigen oder formalen Verwandtschaften und Unterschiede zwischen den Künstlergenerationen anschaulich werden. Die Sammlung des Museum Haus Konstruktiv umfasst gegenwärtig über 1.000 Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Dank großzügiger Schenkungen von Künstler innen und deren Nachkommen wie auch von Sammler innen konnte seit der Gründung der Stiftung im Jahr 1986 ein wichtiger Bestand konstruktiv-konkreter und konzeptueller Kunst angelegt werden. Mit Dauerleihgaben und Ankäufen, ermöglicht durch Legate und den Förderkreis Fonds Konkret, wird die Sammlung gezielt erweitert.