Das Märkische Museum zeigt erstmals Arbeiten von Fellows von »No end to the road«, dem Fellowship für Neue Künste in Witten: Eunjeong Kim, Heinrich Lenz, Kailum Graves und Jihye Kim.
Das Fellowship bietet jungen Künstler:innen Freiraum, Ressourcen und Sichtbarkeit und unterstützt innovative künstlerische Positionen, die sich im Spannungsfeld digitaler Technologien entwickeln und ein Jahr lang in Witten weiterwirken. Die Ausstellung wird von Frances Hennigan kuratiert, selbst ehemalige Fellow des Programms. So verbinden sich künstlerische Produktion, Präsentation und Praxis nahtlos miteinander. Die Perspektive der Künstler:innen dringt in den Museumsraum ein und zeigt, wie Förderprogramme vielfältige Stimmen stärken, Netzwerke schaffen und neue Narrationen über digitale Wirklichkeit in den öffentlichen Raum tragen.
In einer Zeit, in der unsere digitalen Spuren – von Suchanfragen bis zu flüchtigen Blicken – systematisch erfasst und reflektiert werden, rückt die Ausstellung »The Story Writes Itself« die komplexe Verflechtung unserer Wahrnehmung mit digitalen Medien in den Mittelpunkt. Die Ausstellung führt thematisch von generativer politischer Satire über verblassende Erinnerungen bis hin zu mythischen Wesen und erweiterten Landschaften.
Sie lädt dazu ein, die Auswirkungen digitaler Technologien auf unsere Wirklichkeit zu reflektieren: Verändern sie, wie wir die Welt erleben? Bleiben wir die Autor:innen unserer eigenen Geschichten, oder werden diese zunehmend fremdbestimmt? Schärft sich unser Erleben durch jede digitale Interaktion, oder verliert es an Tiefe und wird oberflächlicher?
In diesem Spannungsfeld zwischen Satire und Ernsthaftigkeit, Mythos und Metadaten stellt sich die zentrale Frage: Wer ist heute das Publikum, wer beobachtet uns und welche Bedeutung haben diese Erzählungen noch für uns? Die Ausstellung lädt dazu ein, diese Fragen gemeinsam zu erkunden und sich auf eine reflektierende Reise durch die digitale Gegenwart zu begeben.

