Für die Mehrzahl der Weltbevölkerung bestimmt Religion ihre Identität und ihre alltäglichen Lebensrhythmen. Auch die Kultur, Denkweisen und Moralvorstellungen des globalen Nordens waren jahrhundertelang von Religion geprägt – und sind es in unterschiedlicher Intensität noch immer. Viele Bildformeln und Rituale sind für uns in Mitteleuropa so selbstverständlich, dass wir diese kulturelle Prägung kaum noch wahrnehmen. Die Ausstellung zeigt aktuelle künstlerische Positionen, die der eigenen religiösen Fundierung nachspüren oder sich mit dem Interreligiösen beschäftigen. Die Künstler:innen kommen aus vielen Ländern, sind christlich, jüdisch, muslimisch, agnostisch oder atheistisch aufgewachsen – manche sind gläubig, andere haben eine kritische Distanz zur Religion. Die Ausstellung lädt die Besucher*innen zum Dialog ein und eröffnet die Möglichkeit, auf ungewöhnliche und vielleicht unerwartete Weise in die Sphären der Religion einzutauchen.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler
Martin Assig (*1959 in Schwelm) / Marwan Bassiouni (*1985 in Morges, Schweiz) / Matthias Beckmann (*1965 in Arnsberg) / Nezaket Ekici (*1970 in Kırşehir, Türkei) + Shahar Marcus (*1971 in Petach Tikwa, Israel) / Michal Fuchs (*1983 in Negev, Israel) / Ana Hupe (*1983 in Rio de Janeiro, Brasilien) / Anahita Razmi (*1981 in Hamburg) / Nadine Rennert (*1965 in Neustadt/Weinstr.) / Miguel Rothschild (*1963 in Buenos Aires, Argentinien) / Roland Stratmann (*1964 in Südlohn)

